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Der Blog der Rundschau-Redaktion (56)
Bombenstimmung im Rathaus

Was ist in einem verdächtigen grauen Paket versteckt, macht ticktack, denkt aber nicht im Traum daran zu explodieren? Die reparierte Tischuhr von Hendrik Walders Schwiegermutter! FOTO: Redaktion
Wuppertal. Bombenalarm im Rathaus! Ein tickender Karton im großen Sitzungszimmer ruft spezialisierte Fachkräfte auf den Plan. Die entschärfen die Situation mit routiniertem Vorgehen. Haben Sie das nicht mit bekommen? War auch nicht ganz so dramatisch, findet Rundschau-Redaktionsleier Hendrik, der das Geschehen auch nicht überbewerten will. Kein Wunder, schließlich war er Auslöser der Aktion.

Vor der Pressekonferenz zur Bundesgartenschau hatte er die reparierte Tischuhr seiner Schwiegermutter abgeholt und das zugeklebte Paket neben seinen Unterlagen drapiert. Und ebendort liegen gelassen. Und so tickte der vereinsamte Karton im leeren Sitzungszimmer gleichmäßig (war ja schließlich repariert) vor sich hin – zum Glück ohne zu explodieren (war ja fachmännisch repariert ...).

Während sich das halbe Presseamt auf seine Bitte hin optisch und akustisch auf die Suche nach dem verlorenen Zeitmesser begab und er selbst alle seine nachfolgenden Stationen gedanklich und telefonisch durchsuchte, war die Situation schon längst geklärt. Die emsige Kantinenbesatzung hatte, wie sich am nächsten Tag herausstellte, unmittelbar nach dem Termin außer den gebrauchten Kaffeetassen auch gleich das verdächtige Paket abgeräumt und mitgenommen.

Offenbar waren die Damen überzeugt, dass sich die örtliche Journaille auch in diesem bewegten Zeiten nicht zum Handlanger von Bombenlegern missbrauchen lässt. Zu Walders Glück hatten sie ihren Fund nicht dem Kämmerer zur Aufstockung des städtischen Inventars übergeben. Sonst hätte der das am Ende noch bei "Bares für Rares" versilbert.

 
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