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Der ESC-Blog des Wuppertaler Musikexperten Peter Bergener
Legendäre Stille und viel gute Laune

Der ESC-Blog des Wuppertaler Musikexperten Peter Bergener: Legendäre Stille und viel gute Laune
Peter Bergener mit einer der moldawischen Background-Sängerinnen. FOTO: Peter Bergener
Wuppertal / Kiew. Das war das 1. Semifinale! Für mich ist es eine Überraschung gewesen, dass Finnland es nicht geschafft hat. Vielleicht war es doch zu dramatisch und zu düster auf der Bühne. Auch dass Slowenien nicht weiterkam, hat mich verwundert, denn Omar Naber hat den Song fantastisch gesungen.

Aber Grund zum Heulen gibt es nicht, denn zwei meiner Favoriten sind ins Finale gekommen! Einmal natürlich Portugal mit Salvador Sobral und einer sehr feinfühligen Ballade "Amar pelos dois", bei deren Performance es so still in der Halle war, wie ich es noch nie beim ESC erlebt habe. Es ist die klassischste Ballade aller Songs. Es hätte auch vor 50 Jahren schon im ESC ein Beitrag sein können.

Ganz das Gegenteil von Ruhe und Feinfühligkeit, sondern voller Enthusiasmus und ansteckender Gute-Laune-Musik, so präsentierte sich Moldawien. Das "Hey Mamma" der Gruppe "Sunstroke Project" hatte mich schon vor Wochen überzeugt, als sie damit den Vorentscheid in ihrem Land gewonnen haben. Den Refrain singt man schon nach ein paar Sekunden direkt mit. Man möchte eigentlich nicht still dabei sitzen bleiben, sondern tanzen und singen: "Hey, Mamma! Hey, Mamma! Hey, Mammama!"

Die Band aus Moldawien hatte viel Spaß. FOTO: Peter Bergener

Schon bei der Pressekonferenz in Kiew brachten sie direkt die gute Laune mit. Wie man an dem Foto sieht, ließ ich mich auch von dieser Quirligkeit der Backgroundtänzerinnen sofort animieren und habe den Hut der Damen aufgezogen. Diesen Hut haben sie ja am Anfang auf der Bühne auf. Zum Ende des Liedes werfen sie ihn weg – und aus ihrem kurzen Kleid wird im Handumdrehen schnell ein Hochzeitskleid gezaubert. 

Die Gruppe "SunStroke Project" trat übrigens schon einmal im ESC auf und zwar 2010 in Oslo. Zusammen mit der Sängerin Olia Tira schafften sie zwar auch 2010 das Finale, aber belegten dann leider nur Platz 22 unter 25 Teilnehmern. Die im Jahr 2008 gegründete moldawische Band verbindet in ihrer House-Music den englischsprachigen Gesang mit Geigen- und Saxophon-Einlagen. Die Saxophon-Einlagen gehören bereits zum Markenzeichen der Gruppe und hätten gestern auf der Bühne auch nicht fehlen dürfen.

Ich könnte mir im Finale von 2017 vorstellen, dass sie es mit ihrer musikalischen gute Laune sowie den super Tanzeinlagen und den drei Bräuten in die TOP 10 schaffen.

Hey, Mamma und viele musikalische Grüße sendet der Euro-Music-Peter!

Die Rundschau-Radrunde
 
 
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