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Hernien-Behandlung
Gespräch mit Dr. med. Uwe Knaust, Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Impressionen Hernien-Behandlung
Impressionen Hernien-Behandlung FOTO: EVK Mettmann
Sie sind die Ursache für circa 200.000 Operationen pro Jahr allein in Deutschland, sie sind bei Kleinkindern häufig angeboren und nehmen im Erwachsenenalter mit steigendem Lebensalter zu, wobei Männer acht Mal häufiger betroffen sind als Frauen.

Die Rede ist von einer sogenannten Hernie, einem Bruch in der Bauchwand. Dieser Bruch entsteht nicht durch eine plötzliche Verletzung, sondern ist entweder eine angeborene oder im späteren Leben erworbene Lücke in der Bauchwand. Durch diese können dann Eingeweide aus der Bauchhöhle nach außen hervortreten - ein Bruchsack entsteht. Dieser ist häufig durch eine Vorwölbung sichtbar und verursacht beim Stehen oder Pressen meist ziehende Schmerzen.

Welche Arten von Hernien es gibt und wie diese am besten behandelt werden können, dazu sprachen wir mit Dr. med. Uwe Knaust, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Mettmann:

Wir haben bereits erfahren, dass eine Hernie im Kleinkindalter häufig angeboren ist, aber auch im Laufe eines Lebens durchaus auftreten kann. Was können denn Ursachen für eine Lücke in der Bauchwand sein?

Dr. med. Knaust: Die Ursache ist in der Regel ein schwaches Bindegewebe. Begünstigt wird ein Bruch der Bauchwand zudem durch Übergewicht, bereits erfolgte Operationen und deren Narben, Verstopfung, Bauchwasser oder auch Atemwegserkrankungen wie COPD. Und daneben wird das Bindegewebe natürlich auch im zunehmenden Alter schwächer.

Wie stellen Betroffene fest, dass Sie an einer Hernie leiden?

Dr. med. Uwe Knaust: Eine Hernie ist meist gut sichtbar, insbesondere dann, wenn bei Belastung, wie Husten oder Pressen, Eingeweide durch die Lücke der Bauchwand nach draußen treten. Dann wird eine Art Beule, der Bruchsack sichtbar. Und natürlich können Hernien auch deutlich spürbare Schmerzen verursachen.

Schmerzen sind zum einen unangenehm, können Hernien denn auch gefährlich werden?

Dr. med. Uwe Knaust: Natürlich! Gefährlich wird es dann, wenn die Eingeweide nicht wieder in die Bauchhöhle zurückfallen, sondern im Bruchsack, also außerhalb der Bauchhöhle eingeklemmt werden. Teile des Darms oder anderer Strukturen und Organe des Bauchraumes können abgeschnürt werden und im schlimmsten Fall absterben – um dies zu vermeiden wird dann eine Not-OP erforderlich und diese sollte man natürlich wenn immer möglich vermeiden. Daher sollte, wenn durch eine genaue Untersuchung der Hernie die Notwendigkeit einer Operation festgestellt wurde, der Eingriff nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Die meisten Menschen kennen sicherlich die Hernie, die auch als Leistenbruch bekannt ist. Gibt es weitere Brüche der Bauchwand?

Dr. med. Uwe Knaust: Ja, der Leistenbruch oder die Leistenhernie ist die mit Abstand häufigste Form einer Hernie, weitere häufiger auftretende Hernien sind der Nabelbruch der Narbenbruch, die Zwerchfell- und Schenkelhernie. Hinzu kommen circa 15 weitere, aber eher selten auftretende Hernien.

Welche Hernien behandeln Sie im EVK Mettmann?

Dr. med. Uwe Knaust: Wir versorgen alle Hernienarten. Pro Jahr führen wir im EVK Mettmann circa 250 Operationen durch, dabei fallen knapp 150 Op's aufgrund von Leistenbrüchen an und je 40 OP's aufgrund von Nabel- und Narbenbrüchen.

Behandeln meint dann immer auch operieren oder gibt es Alternativen im Fall von Bachwandbrüchen?

Dr. med. Uwe Knaust: Hernien müssen in aller Regel chirurgisch versorgt werden, denn Bauchbinden oder Bruchbänder können evtl. die Symptomatik verbessern – den Bruch aber natürlich nicht heilen.  Zwar lassen nicht alle Menschen ihren Nabel- oder Leistenbruch direkt nach Diagnosestellung operieren und leben eine Weile mit diesen Bruchstellen  – aber über kurz oder lang wird eine OP notwendig, nicht zuletzt, weil Hernien im Langzeitverlauf an Größe zunehmen können.

Abhängig von Größe des Bauchwandbruchs und Gesundheitszustand der Patienten können die Eingriffe beim Leisten- oder Nabelbruch auch ambulant erfolgen, ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus ist also nicht unbedingt notwendig.

Das EVK Mettmann wurde nun als Hernienzentrum ausgewiesen, ist also eine gute Adresse für Patienten?

Dr. med. Uwe Knaust: Ja, wir weisen in der Tat eine sehr gute Behandlungs-Qualität auf welche durch ein unabhängiges Institut (Herniamed) laufend überprüft wird. Zum einen wird die Rate an Komplikationen und der kurzfristige Erfolg der Operation untersucht und mit hunderten anderer Kliniken verglichen. Über Fragebögen werden die Patienten zu ihrem Langzeitverlauf befragt. Das Team an Chirurgen muss über eine hohe Kompetenz zur Behandlung von Hernien verfügen – basierend auf Erfahrung, Aus- und Weiterbildung.

 

Wir bedanken uns für das Gespräch!

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