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Held des Alltags
Ein Herz für alte Männer

Held des Alltags: Ein Herz für alte Männer
Paul Haerens und seine „Männer vom Eich“ haben sichtlich Spaß bei ihrer Trommelstunde. Einmal im Monat organisiert Paul Haerens Aktivitäten für seinen Männerstammtisch im Altenzentrum und ist für sie und die Pfleger ein richtiger „Held des Alltags“. FOTO: Simone Bahrmann
Wuppertal. Für die betagten Herren im Cronenberger Altenzentrum sind die Nachmittage mit ihm das Highlight der Woche. Paul Haerens, unser heutiger "Held des Alltags", hat dort einen Männerstammtisch organisiert – und ist auch sonst eine "gute Seele" des Betriebs. Von Hannah Florian

Vor einem Jahr ging der Wuppertaler Paul Haerens in den Vorruhestand, und plötzlich saß er zu Hause und dachte sich: "Was mach' ich jetzt?" Durch Zufall fiel ihm beim Besuch des Stücks 'Honig im Kopf‘ im TiC-Theater ein Flyer des Altenzentrums Cronenberg im Eich in die Hand. "Am nächsten Tag habe ich angerufen und gesagt, dass ich mich gerne ehrenamtlich engagieren möchte", erzählt der Bergische mit belgischen Wurzeln. 

Seitdem kommt Paul Haerens jeden Mittwoch ins Altenzentrum Cronenberg, kümmert sich im die Bewohner und ganz besonders um die Männer. "Einmal im Monat organisiere ich einen Männerstammtisch, an dem wirklich nur die Männer des Hauses teilnehmen dürfen", berichtet er von seinem Engagement. Zwanzig Männer befinden sich unter den achtzig Bewohnern des Altenzentrums – und die wollen ab und zu auch einfach mal unter sich sein.

Nach lustigen Namensvorschlägen wie "Die Windhunde" (fast alle Männer sitzen im Rollstuhl) einigte sich die Gruppe schließlich auf den Stammtischnamen "Die Männer vom Eich". Jeden Monat organisiert Paul Haerens eine neue Aktivität und trifft sich mit den Männern zum Darts spielen, zum Cross Boccia, zum Musikquiz oder zum Karaoke singen. "Musik kommt immer gut an", weiß auch Andrea Hopfer, Leiterin des Sozial Begleitenden Dienstes des Altenzentrums und ergänzt: "Wir genießen es alle, wenn Paul Haerens zu uns kommt, sowohl die Bewohner als auch das Personal." Vorgeschlagen wurde Paul Haerens von Sylvia Witte, die selbst im Altenzentrum arbeitet. "Er organisiert nicht nur den Männernachmittag, sondern besucht auch auf eigene Kosten Schulungen über Demenz und unterstützt unser Team bei der Demenzbetreuung", schrieb sie unter dem Stichwort "Held des Alltags" an die Redaktion und ergänzt beim persönlichen Gespräch: "Er ist unser Lichtblick, weil er immer gute Laune hat. Ganz ehrlich, so etwas gibt es wirklich selten!" 

An den Tagen, an denen Paul Haerens sich nicht mit seinen "Männern vom Eich" trifft, geht er mit den Bewohnern in die Innenstadt Eis essen oder sitzt zu einem Plausch mit ihnen draußen in der Sonne. "Auch zu allen Festen komme ich natürlich vorbei. Meine Verkleidung als Schotte zu Karneval war allerdings etwas gefährlich", erinnert sich Paul Haerens an sein letztes Kostüm, als einige Damen dem "Schotten" doch gerne mal unter den Rock gucken wollten. 
Gerade Männer, die sich ehrenamtlich im Altenzentrum engagieren, sind selten. "Es werden immer Männer gesucht", weiß auch Paul Haerens. "Wenn ein Mann Lust hat, kann er mir auch gerne bei meiner Männergruppe helfen." 

 
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