Aus dem Tagebuch der Redaktion

Einfach nur ein Einzelfall – oder?

Omar Maaraawi ist 59, Syrer, lebt mit seiner Frau seit zwei Jahren in Deutschland. Er wohnt in Wichlinghausen, ist Musiker, spielt die Oud, die orientalische Laute. Außerdem ist er Oud-Instrumentenbauer, hat gute Kontakte zur katholischen Gemeinde der Kirche in seiner Wichlinghauser Straße. Aus gutem Grund: Omar Maaraawi ist Christ – konvertiert schon als Jugendlicher. Christen sind in Syrien eine Minderheit – Omar Maaraawi hat sich dort nie getraut, sich dazu zu bekennen. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Party-Time in Brieselang

Freitag ging es beim Eurojackpot-Lotto erstmals um die Rekordsumme von 90 Millionen Euro. Um so einen Betrag zu zocken, ist legal. Streng verboten ist dagegen Bingo im Seniorenheim mit 50 Cent oder einem Euro Einsatz. Dabei handelt es sich nämlich um illegales Glücksspiel. So sehen das jedenfalls Rechnungsprüfer in Köln, die deshalb den wöchentlichen Bingo-Abend in einem Heim im Stadtteil Riehl stoppen ließen. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Thunder from Down Under

Beim Stichwort "Thunder from Down Under" denkt man normalerweise automatisch an AC/DC. Das sind die Rock-Helden aus Australien, deren Gitarrist auch im Rentenalter noch spärlich bekleidet wie ein Duracell-Häschen auf Ecstasy über die Bühne zu toben pflegt und dabei eine beklagenswerte Hühnerbrust zur Schau stellt. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Kleine Mopperkunde

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass wir in Wuppertal unglaublich viele unterschiedliche Worte dafür haben, wenn sich Leute über irgendwas beschweren? Zunächst mal sind bei uns natürlich die bundesweit gebräuchlichen Klassiker im Einsatz: Also Schimpfen, Meckern, Jammern, Nörgeln, Mosern, Raunzen, Granteln, Maulen und Motzen. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Der Biber-Skandal

Am Donnerstag war der offizielle Tag des nutzlosen Wissens. Dabei stellt sich natürlich die Frage: Was ist eigentlich nutzloses Wissen? Wahrscheinlich sowas wie: Es ist nutzlos zu wissen, dass ich im Herbst eine neue Bundesregierung gewählt haben, wenn die gar nicht gebildet wird. mehr

Kommentar zur Nachhilfe-Kostensteigerung für sozial bedürftige Schüler

Ein fragwürdiges Modell

In Bildung zu investieren, ist immer gut. Bessere Schulabschlüsse bringen mehr Chancen im Arbeitsleben. Doch in Wuppertal laufen die Dinge in Teilbereichen aus dem Ruder: Denn beim Bildungs- und Teilhabepaket für Schüler mit Hartz IV oder Sozialhilfe tut sich Erstaunliches: Landesweit gibt es kaum eine Stadt in NRW, die pro Kopf mehr ausgibt. Und die Entwicklung scheint noch nicht am Ende: Die Steigerungsrate ist sogar einsame Spitze. Von Dirk Lotzemehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Großalarm im Damenklo

Auf den Mädelsabend in der Vorweihnachtszeit hatte sich die Hauptdarstellerin unserer heutigen lustigen Begebenheit schon lange gefreut. Wir wollen sie wegen ihres sonnigen Gemüts Frau Sonnenschein nennen (der richtige Name ist der Redaktion sehr gut bekannt). Zusammen mit vier weiteren jungen Frauen ließ sie es also im Luisenviertel richtig krachen: Erst lecker Essen, dann Aperol Spritz und später zur Abwechslung mal Aperol Spritz gefolgt von mehr Aperol Spritz. mehr

Kommentar zur Wiederwahl von Kulturdezernent Nocke

Ein ziemlich hoher Preis

Manchmal spielt einem das Leben echt keine guten Karten aus. Soll man sich von einem geschätzten Dezernenten trennen, weil die Bezirksregierung auf einem Beigeordneten beharrt, der Volljurist oder für den höheren Verwaltungsdienst qualifiziert ist? mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

antrekkery.de

Was soll ich bloß anziehen? Erst wenn man morgens diese Frage beantwortet hat, kann man zur Arbeit gehen. Es sei denn, man ist Pornodarsteller oder Saunameister. Da das aber auf die wenigsten Wuppertaler zutrifft, müssen wir alle gelegentlich Klamotten kaufen. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

"Ich sach mal so ..."

"Ich sach mal so ..." - Sätze, die so anfangen, gehen mir auf die Nerven. Möglicherweise ist Ihnen das ja auch schon aufgefallen: Weil heute offensichtlich keiner mehr wirklich etwas zu sagen hat, relativiert man das, was man trotzdem noch zu sagen hätte, durch merkwürdige Zusätze. Eben zum Beispiel durch "Ich sach mal so ..." mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Red Döpps verleiht Flügel

Wer gescheit ist, fährt ja gar nicht erst aus Wuppertal weg. Muss man das aber doch, dann bekam man bisher auf dem Rückweg spätestens am Autobahnkreuz Leverkusen immer ein wohliges Gefühl. Dort stand nämlich auf riesigen Schildern ganz groß "Wuppertal-Ost" und "Wuppertal-West" – der erste Fernstraßen-Hinweis auf die Existenz unserer Heimat. Und das gleich doppelt. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Schafkäse oder Schafskäse?

In den letzten beiden Rundschau-Ausgaben haben wir über Schafskäse berichtet. Und zwar den überbackenen, den es im "Katzengold" in der Luisenstraße seit einiger Zeit nicht mehr gibt, was unser Kollege Seitz zutiefst bedauert. Das "Katzengold" hat dann freundlicherweise angekündigt, sich des Falls anzunehmen. Dieses Problem ist damit gelöst. Dafür haben wir jetzt aber ein neues. Uns hat nämlich ein Leser angerufen und freundlich darauf hingewiesen, dass es korrekterweise "Schafkäse" und nicht "Schafskäse" heißen müsse. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Das Leiter-Rätsel

Viele Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens stellen sich bei näherem Hinsehen ja viel komplexer dar, als man auf den ersten Blick meint. Ich erinnere mich da sehr gerne an die seitenlange Gebrauchsanweisung für ein Paar Einweg-Handschuhe, über die ich vor Jahren einmal geschrieben habe. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Hi Spari, Bidunowa?

Die Welt ist ja inzwischen voll von Digital Natives. Das ist die Generation, die mit beiden Daumen gleichzeitig Nachrichten mit 100 Anschlägen pro Sekunde ins Smartphone tippen und dabei gleichzeitig noch einen Coffe to go trinken und Musik über Spotify hören kann. Das alles beim Fahrradfahren, versteht sich. mehr

Kommentar über Bewerbung zur Bundesgartenschau 2017

Ein Kessel Buntes?

Ein kleines Dankeschön zunächst an die (ost-)deutsche Partnerstadt: Hätte Schwerin nicht zurückgezogen, käme Wuppertal als Austragungsstadt für die Bundesgartenschau 2025 gar nicht in Frage. Doch wegen der prekären Stadtfinanzen hat die mecklenburgische Landesregierung die Ampel auf Rot gestellt. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Braune Problembären

In manchen Teilen Deutschlands haben sich die Menschen vorigen Sonntag verwählt. Zum Beispiel in Brandenburg, wo die AfD zweitstärkste Partei wurde. Darüber kann man sich aufregen oder mit feinem Humor reagieren. So wie der Wuppertaler Zoo: Der schickt jetzt passend zum Erfolg der Rechtspopulisten einen Braunbären nach Brandenburg. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Tanken in Binzwangen

Neulich mussten meine Frau und ich zur Hochzeit einer sehr netten Nichte nach Süddeutschland. Gefeiert wurde in Heiligkreuztal bei Andelfingen in der Nähe von Binzwangen. Bei allen drei Orten handelt es sich um Haufendörfer irgendwo zwischen Ulm und dem Bodensee, die fast 100 Kilometer von der nächsten Autobahn entfernt liegen. Und zwar völlig zu Recht. mehr

Aus dem Tagebuch der Redaktion

Autofrei – ich bin dabei! Aber …

"Europäischer autofreier Tag" – der ist am Freitag (22. September 2017). Ich habe im Juni 2016 mein Auto abgeschafft. Nach 37 Jahren ununterbrochen auf vier Rädern und insgesamt 14 Autos. Um Pfingsten 2016 ist es passiert: Das ganze Auto-Ding wurde mir irgendwie zu teuer – und zu nervig. mehr

Kommentar

Mehr Geld fürs Bürgerbudget!

Oberbürgermeister Andreas Mucke nennt es ein "basisdemokratisches Mitmachprojekt" und ist "überwältigt von den Vorschlägen". Der Mann hat Recht: Was die Wuppertaler als Ideen zum Projekt "Bürgerbudget" eingereicht haben, ist beachtlich. Es handelt sich um exakt 264 Vorhaben, von denen aktuell die besten 32 unter www.buergerbudget.wuppertal.de zur finalen Abstimmung stehen. Die beliebtesten, die im Rahmen des zur Verfügung stehenden 150.000 Euro-Budgets umgesetzt werden können, sollen dann der Politik zur Entscheidung vorgelegt werden. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Meine Relativitätstheorie

Seit Einstein wissen wir ja, dass Zeit relativ ist. Zumindest theoretisch. Praktisch fehlten meinem Kleinhirn auf dem Gymnasium leider einige Gigahertz Rechenleistung, um Sätze zu verstehen wie: "Alle inneren Prozesse eines physikalischen Systems scheinen langsamer abzulaufen, wenn sich dieses System relativ zum Beobachter bewegt." Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Beziehungsstatus

Früher entstanden Liebesbeziehungen ja noch analog in Kneipen, Discos oder auf Partys. Heute sind dort keine Singles mehr anzutreffen, weil sie alle vorher im Internet jemanden kennen gelernt haben. Dass die Bewerber dort auf den einschlägigen Dating-Portalen gerne Fotos aus der Blütezeit ihres Lebens posten, obwohl sie bereits welken, tut dem Erfolg keinen Abbruch. mehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Sendersuchirrlauf

Manchmal staunt man ja selbst, wie man als kleiner Pressemensch die Welt beeinflussen kann. Vorige Woche habe ich über den Fußball im Fernsehen geschimpft – und prompt hat der führende TV-Anbieter Unitymedia jetzt fast alle Sender abgeschaltet. mehr

Kommentar über ein (noch) schlecht genutztes Juwel

Nicht über – an der Wupper gehen!

Erinnern Sie sich noch? Als die ersten Pläne für den Umbau der ehemaligen Nordbahntrasse in einen Freizeit- und Radweg präsentiert wurden, waberten die beiden Wuppertaler Leitmotti durch die Stadt: "Datt gibt keinen" und "Datt braucht keiner". Das Ende ist bekannt. Die Nordbahntrasse wurde zu einem Publikumsmagneten, einem weiteren Wahrzeichen – dank der Beharrlichkeit der "Wuppertalbewegung"-Macher und, trotz aller zwischenzeitlichen Differenzen, der Helfer in der Verwaltung. Von Jörn Koldehoffmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Lecker Bundesliga zum Sonntagsbraten

Man sich ja auf gar nichts mehr verlassen. Selbst die Eier legt man am besten selbst. Sonst ist da dieses Zeugs drin, das wie eine Spachtelmasse aus dem Baumarkt heißt und ähnlich gesund ist. Und auch mit dem Fußball wird es immer schwieriger: Wenn man wirklich sicher gehen will, welchen live zu sehen, sollte man im Garten zwei Tore aufstellen und die Nachbarskinder einladen. Im Fernsehen kommt nämlich keiner mehr. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Im Schilderwa(l)ld

Junge, Junge, mit Ihnen kann man arbeiten: Ich danke allen Lesern, die mir nach dem Hilferuf vorige Woche schriftlich und telefonisch bei der Interpretation der rätselhaften Wuppertaler Mundart-Wörter geholfen haben. Ihre Zusendungen habe ich – so weit möglich – auf juegosdechicas.info (hier klicken!) zusammengefasst. Das Internet kann ja zum Glück nie überlaufen. Von Roderich Trappmehr

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