Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

BUKA statt BUGA

Der Blumenschmuck für die royale Hochzeit von Harry und seiner Meghan kostet rund 125.000 Euro. Das erscheint auf den ersten Blick viel, zumal der Partyprinz ja nur eine Bürgerliche heiratet. Seit Donnerstag wissen wir allerdings, dass man für Blumen auch noch deutlich mehr ausgeben kann. Speziell, wenn man eine Bundesgartenschau veranstalten will. Von Roderich Trappmehr

Kommentar zum Neuanfang des Wuppertaler Tanztheaters

Ein verdammt schweres Erbe!

Nicht jedes Erbe tritt man nur mit positiven Gefühlen an. Erst recht, wenn es so schwer wiegt wie das von Pina Bausch. Ihr plötzlicher Tod hat vor neun Jahren eine schmerzvolle Lücke in das legendäre Tanztheater Wuppertal gerissen, die bis heute nicht gefüllt werden konnte. Niemand war darauf vorbereitet. Niemand hatte einen Plan, wie es weitergehen konnte. Konnte es überhaupt weitergehen? Von Nicole Bolzmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Zuhause im Bahnhofsglück

"Wuppertal Hbf" - die Abkürzung steht für "Hier biste falsch", denn nach Hauptbahnhof sieht in Elberfeld schon ziemlich lange gar nichts mehr aus Das will die Deutsche Bahn bekanntlich ändern und hat deshalb ein riesiges Schild im Bahnhof Elberfeld aufgehängt, das großartige Renovierungsarbeiten für acht Millionen Euro verspricht, an deren Ende keine Gebüsche mehr auf dem Bahnsteig wachsen und Aufzüge für Komfort sorgen sollen. Dieses Ende ist allerdings noch nicht wirklich in Sicht und der Anfang nicht an allen Stellen vielversprechend. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Fernstraßenbeschilderungsasylant

Wer regelmäßig unsere Samstagsausgabe liest, der weiß, dass ich mich im November an dieser Stelle über eine verkehrstechnische Gräueltat erster Güte aufgeregt habe: Damals hatte uns ein aufmerksamer Leser darauf hingewiesen, dass auf der A3 am Autobahnkreuz Leverkusen die Hinweise auf "Wuppertal-West" (weiter über die A3) und "Wuppertal-Ost" (rechts ab auf die A1) ersatzlos von den Hinweisschildern gestrichen worden sind. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Schwebebahnrennen

Manche Dinge sind einfach paradox. So muss ein bombiger Geschäftstag nicht zwangsläufig zu einer vollen Kasse führen. Diese Erkenntnis haben am Donnerstag viele Händler und Gastronomen in der Elberfeld City gewonnen. Oder nehmen Sie die Sache mit dem Ruhrgebiet: Wuppertal wird ja immer völlig zu Unrecht ins Ruhrgebiet eingemeindet. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

"O le sili ona lalelei o Fott"

Haben Sie das auch gelesen? Demnächst sollen viel weniger ICEs in Wuppertal halten. Dafür muss man Verständnis haben. Wenn ich ein Zug wäre, würde ich auch nur ungern an unserem Hauptbahnhof stehen bleiben. So wie der aussieht, kann man sich da ja sonstwas holen! mehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

City Plaza – wat is datann?

Neulich hätte ich fast das Lenkrad verrissen, als ich über die abgesenkte B7 unter dem Döppersberg fuhr. Da gibt es ja mittenmang die noch geschlossene Einfahrt in das neue Parkhaus, an der aber schon das große Schild hängt, das künftig motorisierten Wuppertal-Besuchern den Weg zum Stellplatz in Bestlage weisen soll. Und was steht auf diesem Schild als Parkplatzname riesengroß drauf? "City Plaza" ... Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Achtung, Krötenwanderung!

Krötenwanderung? Ja sicher! Ist bei mir das ganze Jahr über. Die Kröten wandern dabei dauernd von meinem Bankkonto auf irgendwelche anderen. Sie brauchen dafür auch keinerlei Hilfe. In der Tierwelt verhält sich die Sache völlig anders: Da ist nur wenige Tage im Jahr - nämlich genau jetzt - Krötenwanderung. Und die kleinen Kerlchen brauchen dabei oft auch unsere Hilfe, um nicht überfahren zu werden. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

#bringbackbäuchlein

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat diese Woche davor gewarnt, dass die Deutschen zu viel Alkohol trinken. Schuld daran sind vermutlich Pumuckl und Meister Eder. Experten haben schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass dieses beliebte Duo ein schlechtes Vorbild sei ... Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Eine kurze Geschichte der Sommerzeit

Ende der 80er Jahre habe ich das Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" des jetzt verstorbenen Stephen Hawking gelesen. Der Titel war Beschiss, weil das Ding erstens dann doch 240 sehr klein bedruckte Seiten hatte und ich zweitens die kurze Geschichte der Zeit sehr lange nicht verstanden habe. Genau genommen bis heute nicht. Von Roderich Trappmehr

Aus dem Tagebuch der Redaktion

Die Feldkahler Lederhosen zeigen Größe

Leser meiner Wochenend-Satire "Nach Toreschluss" erinnern sich bestimmt noch: Anfang Februar hatte ich darin einen handfesten Skandal aufgedeckt. Unbekannte haben nämlich das "Lehnchen vom Tippen-Tappen-Tönchen" geklaut und geben es mit leicht verändertem Text unter dem Titel "Kreuzberglied" in der Rhön als eine Art dortiger Nationalhymne aus. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Engels-Musical hat Premiere!

2020 feiert Friedrich Engels seinen 200. Geburtstag. Obwohl sich der von ihm erfundene Kommunismus noch nicht vollständig durchgesetzt hat, herrscht doch stadtweit Einigkeit, dass es zu diesem Anlass nicht ausreicht, Engels als weltweit bekanntestem Wuppertaler einfach nur eine Torte zu backen. Zumal er sie ja selbst nicht mehr essen kann. mehr

Kommentar zur geplanten zentralen Touristeninformation am Döppersberg

Standort nicht in Frage stellen!

Es war nur ein Nebensatz in der jüngsten Sitzung der Döppersberg-Kommission. Aber einer der aufhorchen ließ: Ungefragt teilte Stadtkämmerer Johannes Slawig mit, dass zurzeit noch nicht sichergestellt sei, ob das Wuppertaler Stadtmarketing die zukünftige Miete für den ihm zugedachten Info-Pavillon gegenüber dem Schwebebahnhof zahlen könne. Falls nicht, so Slawig, gebe es aber "Dritte", die am Pavillon interessiert seien... Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Willkommen im Beauty-Hub

Die SPD ist auch so ein Moppenladen: Da habe ich mir vorigen Sonntag extra den Wecker gestellt, weil die Genossen um Punkt 9 Uhr das Ergebnis ihres Mitgliedervotums zur Großen Koalition verkünden wollten. Und dann sah man 30 Minuten lang nur zwei leere Stehpulte im Willy-Brandt-Haus mit der ratlosen ZDF-Moderatorin Bettina Schausten davor, die ununterbrochen ankündigte, dass es jetzt gleich wohl doch nicht los geht. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Grippewelle

So, jetzt surfe ich also auch auf der Grippewelle. Aus Diskretionsgründen kann ich nicht sagen, wer mich angesteckt hat. Ich verrate nur so viel: Es handelt sich um eine nahe Verwandte, mit der ich verheiratet bin und die jetzt zur Strafe immer noch zusammen mit mir flach liegt und hustet. Von Roderich Trappmehr

Aus dem Tagebuch der Redaktion

Einfach nur ein Einzelfall – oder?

Omar Maaraawi ist 59, Syrer, lebt mit seiner Frau seit zwei Jahren in Deutschland. Er wohnt in Wichlinghausen, ist Musiker, spielt die Oud, die orientalische Laute. Außerdem ist er Oud-Instrumentenbauer, hat gute Kontakte zur katholischen Gemeinde der Kirche in seiner Wichlinghauser Straße. Aus gutem Grund: Omar Maaraawi ist Christ – konvertiert schon als Jugendlicher. Christen sind in Syrien eine Minderheit – Omar Maaraawi hat sich dort nie getraut, sich dazu zu bekennen. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Party-Time in Brieselang

Freitag ging es beim Eurojackpot-Lotto erstmals um die Rekordsumme von 90 Millionen Euro. Um so einen Betrag zu zocken, ist legal. Streng verboten ist dagegen Bingo im Seniorenheim mit 50 Cent oder einem Euro Einsatz. Dabei handelt es sich nämlich um illegales Glücksspiel. So sehen das jedenfalls Rechnungsprüfer in Köln, die deshalb den wöchentlichen Bingo-Abend in einem Heim im Stadtteil Riehl stoppen ließen. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Thunder from Down Under

Beim Stichwort "Thunder from Down Under" denkt man normalerweise automatisch an AC/DC. Das sind die Rock-Helden aus Australien, deren Gitarrist auch im Rentenalter noch spärlich bekleidet wie ein Duracell-Häschen auf Ecstasy über die Bühne zu toben pflegt und dabei eine beklagenswerte Hühnerbrust zur Schau stellt. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Kleine Mopperkunde

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass wir in Wuppertal unglaublich viele unterschiedliche Worte dafür haben, wenn sich Leute über irgendwas beschweren? Zunächst mal sind bei uns natürlich die bundesweit gebräuchlichen Klassiker im Einsatz: Also Schimpfen, Meckern, Jammern, Nörgeln, Mosern, Raunzen, Granteln, Maulen und Motzen. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Der Biber-Skandal

Am Donnerstag war der offizielle Tag des nutzlosen Wissens. Dabei stellt sich natürlich die Frage: Was ist eigentlich nutzloses Wissen? Wahrscheinlich sowas wie: Es ist nutzlos zu wissen, dass ich im Herbst eine neue Bundesregierung gewählt haben, wenn die gar nicht gebildet wird. mehr

Kommentar zur Nachhilfe-Kostensteigerung für sozial bedürftige Schüler

Ein fragwürdiges Modell

In Bildung zu investieren, ist immer gut. Bessere Schulabschlüsse bringen mehr Chancen im Arbeitsleben. Doch in Wuppertal laufen die Dinge in Teilbereichen aus dem Ruder: Denn beim Bildungs- und Teilhabepaket für Schüler mit Hartz IV oder Sozialhilfe tut sich Erstaunliches: Landesweit gibt es kaum eine Stadt in NRW, die pro Kopf mehr ausgibt. Und die Entwicklung scheint noch nicht am Ende: Die Steigerungsrate ist sogar einsame Spitze. Von Dirk Lotzemehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Großalarm im Damenklo

Auf den Mädelsabend in der Vorweihnachtszeit hatte sich die Hauptdarstellerin unserer heutigen lustigen Begebenheit schon lange gefreut. Wir wollen sie wegen ihres sonnigen Gemüts Frau Sonnenschein nennen (der richtige Name ist der Redaktion sehr gut bekannt). Zusammen mit vier weiteren jungen Frauen ließ sie es also im Luisenviertel richtig krachen: Erst lecker Essen, dann Aperol Spritz und später zur Abwechslung mal Aperol Spritz gefolgt von mehr Aperol Spritz. mehr

Kommentar zur Wiederwahl von Kulturdezernent Nocke

Ein ziemlich hoher Preis

Manchmal spielt einem das Leben echt keine guten Karten aus. Soll man sich von einem geschätzten Dezernenten trennen, weil die Bezirksregierung auf einem Beigeordneten beharrt, der Volljurist oder für den höheren Verwaltungsdienst qualifiziert ist? mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

antrekkery.de

Was soll ich bloß anziehen? Erst wenn man morgens diese Frage beantwortet hat, kann man zur Arbeit gehen. Es sei denn, man ist Pornodarsteller oder Saunameister. Da das aber auf die wenigsten Wuppertaler zutrifft, müssen wir alle gelegentlich Klamotten kaufen. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

"Ich sach mal so ..."

"Ich sach mal so ..." - Sätze, die so anfangen, gehen mir auf die Nerven. Möglicherweise ist Ihnen das ja auch schon aufgefallen: Weil heute offensichtlich keiner mehr wirklich etwas zu sagen hat, relativiert man das, was man trotzdem noch zu sagen hätte, durch merkwürdige Zusätze. Eben zum Beispiel durch "Ich sach mal so ..." mehr

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