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Aus dem Tagebuch der Redaktion
Falsch verbunden ...

Aus dem Tagebuch der Redaktion: Falsch verbunden ...
Rundschau-Volontärin Hannah Florian. FOTO: Rundschau
Wuppertal. Bei der Recherche für ein Thema kann es schon mal recht wild zugehen: Hier ein Telefonat, da eine Mail und dort eine Bitte um Rückruf. Springt dann noch die Kollegin unterstützend zur Seite und bittet ihre Kontaktleute über die sozialen Medien um Stellungnahme, verliert man leicht den Überblick. 

Solches ereignete sich im Zuge der Ermittlungen für einen Artikel über Spannungen zwischen Anwohnern und Gastronomen im Luisenviertel. Mein Gesprächspartner Tom Plath vom Edelrost versprach einen Rückruf, da er sich gerade in einer wichtigen Sitzung befand. Kurze Zeit später klingelte mein Telefon, ich nahm den Hörer ab in der Erwartung, den entsprechenden Rückruf zu erhalten.

Die Worte: "Nun habe ich es endlich geschafft", bestärkten mich in meiner Annahme. Insgesamt 20 Minuten sprachen wir über die Luisenstraße und die vorherrschende Situation zwischen Anwohnern und Gastronomen. Teile des Gesprächs finden sich in Zitatform in meinem Artikel wieder. So weit, so gut.

Nachdem die Rundschau am vergangenen Samstag den Weg in die Wuppertaler Haushalte gefunden hatte, erreichte mich ein aufgeregter Anruf von Tom Plath. Die Zitate wären falsch und völlig aus der Luft gegriffen. Ein 20-minütiges Gespräch mit ihm hätte nie stattgefunden. Langsam begann ich an mir selbst zu zweifeln. Mit wem zur Hölle hatte ich da gesprochen?

Nach dem Abgleich aller Kontaktdaten, die ich im Zuge der Recherche angesammelt hatte, lichtete sich das Wirrwarr. Was ich zu meiner Erleichterung feststellte: Das Telefongespräch hatte auf jeden Fall stattgefunden. Dummerweise nur mit einer völlig anderen Person. Denn zeitgleich zu meinen telefonischen Bemühungen hatte die Kollegin über Facebook meine Nummer an Achim Brand vom Café du Congo weitergegeben – mit dem Hinweis, mich zu dem Luisenviertel-Thema bitte mal anzurufen. Der meldete sich bei mir umgehend mit den Worten: "Nun habe ich es endlich geschafft."

Ohne den Facebook-Dialog meiner Kollegin auf dem Schirm zu haben, freute ich mich über den versprochenen Rückruf und vergewisserte mich nicht, ob es sich tatsächlich um die erwartete Person, in dem Falle Tom Plath, am anderen Ende des Hörers handelte. Es kam, wie es kommen musste: Das Telefongespräch führte ich unwissentlich mit Achim Brand anstatt mit Tom Plath – und die Zitate sind in diesem Zusammenhang natürlich falsch zugeordnet. Ich glaube, die Frage "Wer ist denn da?" wird ab sofort fester Bestandteil meines Telefonbegrüßungs-Rituals. 

Die Rundschau-Radrunde
 
 
profvest.com/2015/05/margin-call-stop-out.html

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