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Stadt soll(t)e es bezahlen

Betr.: Hardt-Projekt, offener Brief an Oberbürgermeister Mucke

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

enttäuscht und verwundert haben wir gelesen, dass wegen der gekürzten Bundesmittel das Projekt der GESA "Lebensraum Natur" auf der Hardt zum 1. Februar eingestellt wird. Die dafür beschäftigten Langzeitarbeitslosen, die im Rahmen einer "Arbeitsgelegenheit" sehr gut und gewissenhaft die Anlagen gepflegt und Müll weggeräumt haben, sind dann ohne ihren kleinen Zuverdienst.

Es ist unglaublich und nicht nachvollziehbar, dass bei den angeblich übervollen Kassen des Bundes kein Geld dafür da sein soll.

Gleichzeitig kämpft die SPD in den laufenden Koalitionsverhandlungen darum, möglichst viele weitere Migranten nach Deutschland zu holen beziehungsweise den Familiennachzug zu erzwingen, was etliche Milliarden kosten wird. Ein Bagatellbetrag für die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen soll dagegen nicht aufzubringen sein. Wir sind sprachlos.

An der Korkhütte auf der Hardt hatten die Mitarbeiter ein Plakat angebracht, um auf die Schließung des Projektes aufmerksam zu machen. Das Plakat wurde entfernt. Dürfen die Leute nicht einmal informieren?

Letztes Jahr hat die SPD einen Wahlkampf für Gerechtigkeit gemacht. Dazu kann es nicht gehören, Arbeitslose fallen zu lassen. Wir wünschen, dass die Stadt Wuppertal übergangsweise die Finanzierung dieser Arbeiten übernimmt.

Wolfgang und Susanne Jäger, Frankenstraße

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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