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Stadt würde draufzahlen

Betr.: GWG-Rettung, Leserbrief vom 22. November

Im Brief zu den GWG-Schulden setzt sich die "Lösung Verkauf", also Privatisierung des städtischen Wohneigentums, so gut wie in allen Beiträgen seit dem Sommer, fort.

Nicht in Rechnung gestellt wird, dass bei Übernahme durch einen Investor (in der Regel handelt es sich um "Heuschrecken", siehe "Deutsche Wohnen" in Berlin) durch Mieterhöhungen Kaufkraft abgezogen wird, da diese Firmen ihre Gewinnsteuern woanders (in Finanz-Oasen) oder kaum zahlen.

Da die Stadt durch Mietzuschüsse für Familien, die schon durch Leichtlohngruppierung oder Arbeitslosigkeit gehandicapt sind, am Ende doch draufzahlt und durch zu erwartende Nichtsanierung im Baubestand weitere Problemviertel entstehen, ist von einem Verkauf der GWG abzuraten.

Der Skandal der Klinikprivatisierung zeigt diese Zerstörung des Gemeinwohles auf.

Wolfgang Richel, Briller Straße

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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