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Zum Moppern geboren?

Betr.: Döppersberg-Mauer, Rundschau-Kommentar

Ich habe ich nur darauf gewartet: Der Döpperberg ist (fast) fertig – und das im vorgeplanten Zeitrahmen. Auch der Finanzrahmen ist nicht wirklich gesprengt. Da muss es doch noch etwas geben? Richtig – die Mauer! Sie ist zu dominant und verdeckt das historische Bahnhofsportal! Vor der Umgestaltung hatte man doch einen so tollen Blick darauf, oder?

Wer sich die Bilder des Bahnhofsgeländes mit dem vorgelagerten Drogeriemarkt ansieht, der kann nur den Kopf schütteln über diese überbordende Beschimpfung der Bahnhofsgestaltung. Welche Gene schlummern im Wuppertaler? Ist er zwanghaft zum Moppern geboren? Auch ich finde das Primark-Gebäude zu dominant und zu weit nach Westen verschoben, aber architektonisch mutig und zeitgemäß. Der Platz kann sich sehen lassen – auch wegen des durchgehenden Gestaltungselement Kalksteinmauer. Eine Veränderung dieser Mauer kann nur eine Verschlimmbesserung werden.

Hermann Schürmann, Konradshöhe

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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