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Vor dem Bahnhof
Barmen bekommt "Hans-Dietrich-Genscher-Platz"

Vor dem Bahnhof: Barmen bekommt "Hans-Dietrich-Genscher-Platz"
Der 2016 verstorbene ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher. FOTO:
Wuppertal. Das Areal vor dem Bahnhofsgebäude in Barmen soll künftig "Hans-Dietrich-Genscher-Platz heißen. Das hat die Stadtverwaltung vorgeschlagen. Der Bereich geht vom Ende der Wittensteinstraße / Kurt-Drees-Straße bis zur Ibachstraße und beinhaltet das Teilstück der Winklerstraße.

"Es ist eine angemessene Würdigung eines der bedeutendsten Politiker und Menschen der deutschen Nachkriegsgeschichte, der wie kaum ein anderer mit Wuppertal auf verschiedene Weise verbunden war", so der Wuppertaler FDP-Fraktionsvorsitzende Alexander Schmidt in einer Stellungnahme. "Er vertrat seine Wahlheimatstadt Wuppertal 33 Jahre lang im Deutschen Bundestag; 23 Jahre als Mitglied des Kabinetts, zunächst als Bundesinnenminister und dann 18 Jahre lang als Bundesaußenminister. Er hat, wie kaum ein anderer Politiker, einen entscheidenden Anteil an der deutschen Wiedervereinigung."

Wuppertal verdanke Genschers Einsatz unter anderem die Städtepartnerschaft mit Kosice. "Diese Städtepartnerschaft kam damals unter noch äußerst schwierigen Umständen zu Zeiten des Eisernen Vorhangs zustande und besteht bis heute als gelebte Freundschaft zwischen den beiden tief verbundenen europäischen Städten mit vielfältigen auch kulturellen Kontakten fort. Zudem wurde Genscher als großem Europäer und deutschem Staatsmann zu Lebzeiten als Anerkennung seiner Verdienste für Wuppertal im Jahre 1998 der Ehrenring der Stadt Wuppertal verliehen."

Schmidt: "Es freut uns besonders, dass alle Fraktionen im Vorfeld ihre Zustimmung zur Verwaltungsdrucksache signalisiert haben. Das verdeutlicht zum einen, dass Genscher über alle Parteigrenzen hinweg unumstritten ist und seine Leistungen und Verdienste als Mensch und Politiker würdevoll Rechnung getragen werden kann. Weiter ist dies ein Beleg dafür, dass Wuppertal eine Stadt ist, in der ein parteiübergreifender Konsens und ein respektvoller Umgang trotz aller inhaltlichen Unterschiede möglich ist. Das wäre ganz in Genschers Sinne und lässt uns in Wuppertal zuversichtlich in die Zukunft blicken."

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