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Halle Nevigeser Straße
Beschlussvorlage steht

Die alte Sportplatzanlage Nevigeser Straße ist bald Geschichte. FOTO: fupa.net/Skizze: GMWr
Wuppertal. Im Mai kann der Stadtrat den Neubau der Sporthalle an der Nevigeser Straße auf den Weg bringen. Die Verwaltungsvorlage zeigt jetzt auch Details der Planung – inklusive markanter Optik. Nachdem die EU-Kommission die Beschwerde eines unterlegenen Bieters abgewiesen hat, kann die Stadtverwaltung in Sachen Sporthalle jetzt handeln und hat den erforderlichen Durchführungsbeschluss auf den Weg gebracht, über den der Rat im Mai abschließend entscheidet. Von Roderich Trapp

 

Sie schlägt vor, an der Nevigeser Straße eine Dreifach-Sporthalle und eine Turnhalle zu bauen, die durch einen Erschließungs- und Umkleidetrakt miteinander verbunden werden. Im Bereich der Nevigeser Straße schiebt sich dieser Trakt nach dem Entwurf des städtischen Gebäudemanagements rund sechs Meter über ein Plateau in den Straßenraum und macht die Sporthalle so zu einem Hingucker. 


Eingeplant sind Baukosten von acht Millionen Euro und Ausstattungskosten in Höhe von 125.000 Euro. Finanziert werden sie aus Mitteln des Förderprogramms "Gute Schule 2020" und aus der Sportpauschale. Die Halle wird im Passivhausstandard errichtet und erhält ein begrüntes Flachdach, die Fertigstellung ist für Anfang 2020 vorgesehen.


Neben dem Schulsport für die Gesamtschule Uellendahl und die Grundschule Kruppstraße stehen die neuen Hallen auch dem Vereinssport zur Verfügung. Sie werden so ausgestattet, dass nicht nur benachbarte Vereine neue Möglichkeiten haben, sondern auch über den Stadtteil hinaus Clubs die Hallen nutzen können. So wird die Sporthalle mit einem für Rollsport ausgelegten Boden ausgestattet und soll besondere technischen Anforderungen für Fecht-Training erfüllen. Den im Vorfeld vehement geäußerten Wunsch des organisierten Sports nach einer Tribüne konnte das Gebäudemanagement im Rahmen des Budgets dagegen nicht erfüllen.


Für den Bau der Sporthalle war bekanntlich ein komplexer Ringtausch notwendig: Das Jugendleistungszentrum des WSV, das den Sportplatz Nevigeser Straße noch nutzt, zieht zum Nebenplatz des Stadions am Zoo und zum Sportplatz Nocken. Die Kosten für den Umbau des Sportplatzes Nocken und des Stadion-Nebenplatzes werden aus dem Verkaufserlös eines Teils des Sportplatzgeländes Nevigeser Straße finanziert. Auf diesem Teilstück wird ein Lebensmittelmarkt der "Lidl"-Kette entstehen. Gegen den Zuschlag an einen Bieter für diesen Discounter hatte ein anderer Bieter erfolglos geklagt. 
Nach Einschätzung des Zuständigen Dezernenten Matthias Nocke wird der umgebaute Sportplatz Nocken den Vereinen voraussichtlich noch vor der Sommerpause zur Verfügung stehen und kann dann auch in die Stundenplanung des Schulzentrums für das kommende Schuljahr einbezogen werden.