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Döppersberg
Bunker-Disco braucht ganz neuen Zugang

Der Wupperpark mit Blick von Osten auf das Café Cosa, davor der Bunker-Notausgang. In der Mitte des Wupperparks muss nun der Hauptzugang zur Bunker-Disco und Bunker-Eventlocation neu geplant werden. FOTO: hks Architekten
Wuppertal. "Um den Bunker am Döppersberg als Eventlocation nutzen zu können, muss ein anderer Zugang geplant werden", verkündete Baudezernent Frank Meyer in der Döppersberg-Planungskommission. Weil nun neu ausgeschrieben werden muss, wird der Zeitplan eng.  Von Hannah Florian

 Erst vor kurzem kamen die beiden Brüder Thomas und Markus Riedel, die den Bunker am Döppersberg zur Eventlocation umbauen wollen, auf die Stadt zu und erklärten, dass die Nutzung des Bunkers mit den beiden bisher geplanten Zugängen am Info-Pavillon und am Café Cosa so nicht funktionieren werde. "Wir haben uns bei mehreren Fachleuten aus der Branche informiert und fest steht: Wir brauchen einen weiteren Hauptzugang", erklärt Markus Riedel, der selbst Erfahrungen aus der Berliner Clubszene mitbringt. Da die Brüder den Bunker in zwei Teilen betreiben wollen – als Disco und als Eventlocation für Ausstellungen und weitere Kulturereignisse – würde der ursprünglich geplante Haupteingang am Info-Pavillon nicht ausreichen.

"Mit dem Hauptzugang dort und einem kleineren Zugang auf der anderen Seite der Location würde sich die Situation zu sehr entzerren", erklärt Markus Riedel. Die Veranstaltungslocation braucht einen Hauptzugang direkt in der Mitte des Wupperparks, von dem aus beide Teile des Bunkers zugänglich sind und der genug Platz im Freien für Gäste und Raucher bietet. "Wir mussten in der gesamten Planung also einen Schritt zurückgehen", sagt Riedel. 

Der Zeitplan für die Fertigstellung des Bunkers als zweiteilige Eventlocation soll dennoch nicht unter dem Rückschritt leiden. Die Unternehmer hoffen, trotzdem im Sommer 2019 öffnen zu können. "Wir hatten das Eröffnungsdatum ja bereits etwas nach hinten korrigiert, dabei soll es jetzt aber auch bleiben", erklären die Brüder. 

 Laut Dezernent Meyer besteht der nächste Schritt nun darin, die Planung des Bunkerkonzepts neu auszuschreiben und mehrere Architekturbüros mit der Ideenfindung zu beauftragen. Auf die Frage, ob sich dadurch auch die Fertigstellung des Info-Pavillons verschiebt, in dem Stadtmarketing und Wuppertal-Touristik einen neuen Standort finden, antwortet Frank Meyer: "Wir öffnen den Info-Pavillon vermutlich Ende 2019."