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Wuppertaler Hauptbahnhof
CDU fordert Bahn zur Stellungnahme auf

Der Wuppertaler Hauptbahnhof mit den dazugehörigen Gebäuden. FOTO: Rundschau
Wuppertal. Die Wuppertaler CDU wirft der Deutschen Bahn "Wortbuch" vor und fordert das Unternehmen auf, Stellung zu nehmen. Hintergrund ist das Angebot, nicht nur das pozentielle Grundstück für eine Seilbahn-Talstation, sondern den gesamten Hauptbahnhof mit den Nebengebäuden zu erwerben.

Der Fraktionsvorsitzende Michael Müller zum Handeln veranlasst:  "Uns erstaunt dieses Angebot vor dem Hintergrund der bisher gemachten Zusagen der Deutschen Bahn. Die Bahn wird mit dieser 180-Grad-Wendung wortbrüchig. Noch im März 2017 hat der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für NRW, Werner Lübberink, im Beisein des Oberbürgermeisters die konkreten Planungen für die verschiedenen Bauphasen am Hauptbahnhof vorgestellt und dabei ausdrücklich auch die Sanierung des historischen Empfangsgebäudes ab 2018 miteingeschlossen.

Und weiter: "Die Stadt hatte sich im Vorfeld ihrerseits bereits dazu verpflichtet, den gesamten Bahnhofsvorplatz neu zu gestalten sowie die Fassadensanierung zu übernehmen, und sich außerdem bereit erklärt, eine Mall im unteren Teil des Bahnhofes zu bauen – immer im Vertrauen darauf, dass auch die Bahn ihre Zusagen einhält und das Gebäude im Inneren kernsaniert."

Müller ist sauer: "Doch all das scheint nur heiße Luft gewesen zu sein! Für uns ist das marode Bahnhofsgebäude ein Fass ohne Boden mit momentan unkalkulierbarem Sanierungsbedarf. Die Bahn verabschiedet sich sang- und klanglos von ihren Zusagen. Das werden wir so nicht hinnehmen! Es geht auch um die Wuppertaler Bahnkunden, die mit Abschluss der Bauarbeiten am Döppersberg über einen neu gestalteten, attraktiven Bahnhofsvorplatz in ein völlig baufälliges Empfangsgebäude treten. Das ist ein Armutszeugnis für die Deutsche Bahn!

Man habe deshalb den Konzernbevollmächtigten für NRW eingeladen, in eine der Fraktionssitzungen zu kommen und zum Sinneswandel der Bahn Rede und Antwort zu stehen.