Elberfelder Weihnachtsmarkt 2019: neuer Organisator

Elberfelder Weihnachtsmarkt 2019 : Mit Kirchplatz und neuen Häuschen

Überraschende Wende im langen Ringen um den Elberfelder Weihnachtsmarkt: Die eigentlich für die nächsten fünf Jahre mit der Organisation beauftragte Agentur Orion gibt die Projektverantwortung weiter. Die neuen Macher versprechen: „Es wird langfristig schöner, festlicher und abwechslungsreicher.“

2018 hatte sich Orion als einziger Bieter an der städtischen Ausschreibung für die Ausrichtung des Elberfelder Weihnachtsmarktes in den Jahren 2019 bis 2023 beteiligt und den Zuschlag bekommen. Zuvor war die Agentur schon über Jahrzehnte hinweg für den Markt verantwortlich, hatte sich aber zuletzt mit der Händler-Vereinigung IG1 überworfen und für das Erscheinungsbild viel Kritik geerntet.

Jetzt legt sie die Ausrichtung in die Hände von Thomas Schütte, Geschäftsführer des Essener Unternehmens Grandezza Entertainment und seit Jahrzehnten in führenden Positionen in der Entertainment-Branche tätig. Sein Team bringt reichlich Weihnachtsmarkt-Erfahrung mit – unter anderem aus Kiel, Hamburg und in Form der „Christmas Garden“-Illuminationen in London, Berlin und anderen Städten. In Wuppertal muss er nun das in der Ausschreibung fixierte städtische Konzept umsetzen, will aber auch eigene Akzente realisieren.

Der neue Weihnachtsmarkt-Macher Thomas Schütte, Ordnungsdezernent Matthias Nocke und Hartmut Wilke, der sich mit seiner Agentur Orion aus der Organisation zurückziehen will (v.l.). Foto: Juegosdechicas

Im Elberfelder Zentrum sieht der erst vor wenigen Wochen ins Boot geholte Schütte dabei durchaus Potenzial, weiß aber auch: „2018 wird ein Übergangsjahr, weil die verfügbaren Flächen wegen der Baustellen in der City deutlich reduziert sind.“ Der Markt muss deshalb kleiner werden – die Rede ist von 60 Buden–, soll aber an Qualität gewinnen. Schütte will sechsstellig in neue, üppig dekorierte Häuschen investieren und vor allem die Plätze intensiver nutzen. Im Fokus steht dabei der Kirchplatz: „Das ist ein Kleinod, das bisher ein Schattendasein führt. Dafür wollen wir ein eigenes Thema entwickeln.“ Langfristig kann er sich ein „magisches -Dreieck“ aus Kirchplatz, Neumarkt und Döppersberg vorstellen. Ob Letzterer schon dieses Jahr einbezogen werden kann, soll noch geprüft werden. Bei der Vermietung der Stände will Schütte die alteingesessenen Händler im Auge haben, kündigt aber an: „Wir werden auch aus unserem Umfeld einige mitbringen. Ein Markt steht und fällt mit den Händlern.“