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Vorfall am Hauptbahnhof
Mann muss in geschlossene Psychiatrie

Hier wurde das Kind auf die Gleise gezogen. FOTO: Claudia Otte
Wuppertal. Der 23 Jahre alte Mann, der am Donnerstag (12. April 2018) im Wuppertaler Hauptbahnhof ein Kind zwischen die Gleise gezogen hat, während ein Zug einfuhr, ist auf richterlichen Beschluss in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen polizeibekannten Mann aus Gelsenkirchen, der vor mehreren Jahren als Asylbewerber von Indien nach Deutschland einreiste, so die Polizei. "Er ist in der Vergangenheit mehrfach wegen unterschiedlicher Delikte polizeilich in Erscheinung getreten", heißt es.

Zu den Tatvorwürfen habe sich der 23-Jährige bei der Polizei nicht geäußert, deshalb seien die Motive des Mannes weiterhin unklar. "Es liegen jedoch derzeit keine Hinweise vor, dass es sich um eine religiöse oder politisch motivierte Tat handelte. Auch Beweggründe im Hinblick auf eine persönliche Beziehung scheiden nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen aus, da der Mann der betroffenen Familie offenbar gänzlich unbekannt war", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der leicht verletzte Junge konnte bereits am Donnerstag nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Die Familie wird seelsorgerisch betreut. Die Ermittlungen der "MK Hauptbahnhof" wegen des Verdachts des versuchten Mordes dauern an.