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Metall- und Elektroindustrie
Warnstreiks in zwölf Wuppertaler Betrieben

Das Logo der IG Metall. FOTO: IG Metall
Wuppertal. In zwölf Wuppertaler Betrieben der Metall- und Elektroindustrie waren die Beschäftigten am Mittwoch (10. Januar 2018) zu Warnstreiks aufgerufen. Daran beteiligten sich nach Angaben der IG Metall rund 1.250 Beschäftigte.

1.000 Menschen versammelten sich am Vormittag zur zentralen Kundgebung bei den Vorwerk Elektrowerken in Laaken. Mitarbeiter der Unternehmen August Graef, CMCO, HÜHOCO, Knipex, KSM Castings, Profilator, Robert Schröder, Schaeffler und Stahlwille reisten mit Bussen an.

Zu einer weiteren Kundgebung bei Magna BÖCO in Sonnborn kamen etwa 100 Warnstreikende. "Auch bei Brose Schließsysteme ruhte für jeweils eine Stunde die Produktion zu den Schichtenden", so die Gewerkschaft.

Die IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde sechs Prozent höhere Einkommen und einen verbindlichen Anspruch für die Beschäftigten, ihre Arbeitszeit bis zu zwei Jahre lang auf bis zu 28 Stunden in der Woche zu kürzen, bei einem anschließendem Rückkehrrecht in die Vollzeit. Zudem sollen Beschäftigte, die in Schichtdienst oder anderen belastenden Arbeitszeiten tätig sind, die ihre Kinder betreuen oder Angehörige pflegen, einen Zuschuss erhalten. Für Auszubildende und dual Studierende will die IG Metall vor jeder Prüfung einen Tag arbeitsfrei erreichen.

Wolfgang Nettelstroth, Geschäftsführer der IG Metall Wuppertal: "Die Arbeitgeber sollen aufhören zu klagen. Gute Wertschätzung für gute Arbeit ist nicht zu viel verlangt. Wer zur wirtschaftlichen Stärke beiträgt, muss auch am Erfolg teilhaben. Und Flexibilität darf keine Einbahnstraße bleiben. Mehr Selbstbestimmung über die eigene Arbeitszeit mit sicherem Rückkehrrecht in Vollzeit ist keine Überforderung für die Arbeitgeber. Fachkräftelücken sind durch mehr und bessere Ausbildung statt durch Mehrarbeit zu schließen."