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Unirektor Lambert T. Koch
"Wir wollen wachsen"

Unirektor Lambert T. Koch: "Wir wollen wachsen"
Eindrucksvoll präsentieren sich die beiden neuen Bauten an der Gaußstraße. FOTO: Uni Wuppertal/Sebastian Jarych
Wuppertal. Von der Max-Horkheimer Straße bietet sich Anwohnern und Vorbeifahrenden schon seit Jahren der Anblick einer gewaltigen Baustelle auf dem Campus Grifflenberg. Dabei sind die mächtigen Gebäudeblöcke "V" und "W" im Innern längst fertiggestellt und bezogen.  Von Hendrik Walder

Die endgültige Fertigstellung der beiden spektakulären Bauwerke hat aufgrund der extremen Hanglage jedoch länger gedauert als vorhergesehen und wird schlussendlich auch deutlich teurer als die geplanten 70 Millionen Euro. Neben der schwierigen Gründung, an der immer noch gearbeitet wird, gäbe es auch noch Restarbeiten auf dem Platz vor dem Gebäude, entlässt Uni-Rektor Professor Lambert Koch den Landesbetrieb Bauen nicht aus der Verantwortung. 

 Immerhin bieten die entstandenen Seminar-, Büro und Laborräume schon jetzt Ausweichmöglichkeiten für die Sanierung einiger "Altbauten" aus den 70er Jahren. Als nächstes steht die Kernsanierung der Gebäude für die Chemiker, Biologen und Sicherheitstechniker an. Fest beschlossen ist aber auch, so Koch, ein weiterer Neubau an der Gaußstraße zwischen dem Hörsaalzentrum und dem Kindergarten. Dort, auf der letzten "Reservefläche" des Campus sollen dann die Physiker unterkommen. "Wir wollen und werden weiter wachsen ", betont der Uni-Rektor. 

Vor diesem Hintergrund bietet sich die Frage nach einem verblüffenden Gerücht an, das aktuell die Bundesbahndirektion-Debatte befeuert. Nachdem der Outlet-Umbau weiter auf sich warten lässt – könnte die Uni dort Teilbereiche ansiedeln? Mit direktem Gleis- (und Seilbahn?-) Anschluss? "Wir haben immer schon mal darüber nachgedacht", schmunzelt Koch, "das wäre schon eine schöne Lage." Doch dazu müsste man zunächst vom Eigentümer genauere Rahmenbedingungen erfahren. Vor allem aber: Bei ihm hat bislang noch niemand angefragt...

Umziehen werden auch die Sportmediziner der Uni Wuppertal. Nachdem das Mai-Unwetter der bisherigen Unterbringung am Haspel übel mitgespielt hat, wird die Abteilung jetzt für einige Jahre in die ehemalige Elba-Fabrik ziehen. Damit meldet die Firmengruppe Küpper auch den letzten Leerstand des Geländes an der Moritzstraße als vermietet. 

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