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Vortragsreihe und Ausstellung in der Diakoniekirche
Zivilcourage an Wuppertaler Schulen

Vortragsreihe und Ausstellung in der Diakoniekirche: Zivilcourage an Wuppertaler Schulen
Die Eröffnung der Ausstellung. FOTO: Sauerwein
Wuppertal. Bis zum 21.September ist in der Diakoniekirche in Elberfeld eine großformatige Ausstellung zum Thema "Gandhi-Preis für Zivilcourage und Gewaltfreie Veränderung" zu besichtigen.

Mit dem Gandhi-Preis für Zivilcourage und Gewaltfreie Veränderung wurden bisher 350 Schüler/innen, Eltern, Lehrer/innen und Bedienstete an acht Schulen in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet, die im Sinne Gandhis zivilcouragiert gehandelt oder Initiativen zur Entwicklung einer gewaltfreien Gesellschaft gezeigt haben. Die Ausstellung sowie eine Vortragsreihe sollen Wuppertaler Schulen dazu motivieren, auch an ihrer Schule jährlich den Gandhi-Preis zu verleihen.

Zivilcourage und gewaltfreie Veränderung beginnt bei den kleinen, scheinbar normalen Dingen des Alltags. Wer dazu beiträgt, Streit zu schlichten, Gewaltsituationen zu deeskalieren, Empathie für Benachteiligte zu zeigen, Konflikte zu "meistern", Diskriminierungen abbauen zu helfen oder sich aktiv für gewaltfreie Strukturen und Frieden einzusetzen, kann die Erfahrung machen, dass Veränderung möglich ist und sich lohnt.

Auf 18 großformatigen Ausstellungstafeln werden bisherige Preisträger in lebendigen Portraits dargestellt. Informationsmaterial wird auf Wunsch zur Verfügung gestellt, um in der Schule für die Verleihung des Preises zu werben und Anträge und Beschlüsse vorzubereiten.

Jedes Mitglied der Schulgemeinde kann Preisträger nominieren, die mit entsprechendem Engagement aufgefallen sind. Eine Jury der Schule bestimmt einmal jährlich zusammen mit dem Trägerverein Fördergemeinschaft Friedensarbeit und Gewaltlosigkeit e.V. (FöGe), wer aus der Schule den Preis bekommen soll. Die Ehrung erfolgt bei einer von der Schule bestimmten festlichen Veranstaltung und ist mit öffentlicher Anerkennung, einer Urkunde und einem Preisgeld von 100 Euro verbunden.

Die Ausstellung wird von einer Veranstaltungsreihe begleitet, die die gesellschaftliche Bedeutung von Gewaltfreiheit aufzeigt: basisorientiert und ganz nah am Menschen, mit persönlichem und zivilgesellschaftlichem Einsatz, der gelernt werden kann, ohne Angst vor Konflikten, lokal und international.

Am Donnerstag (13. September 2018) um 14.30 Uhr geht es um das Thema "Gewaltfreiheit und Zivilcourage im Schulalltag - Eigeninitiative statt Alltagstrott". Mitbestimmung bei Unterrichtsinhalten und -methoden, Arbeit in selbstorganisierten Gruppen, Entscheidungsverfahren ohne Verlierer und das Erkennen von gesellschaftspolitischen Bezügen sollen Chancen aufzeigen, sich mit Zivilcourage für Gewaltfreie Veränderungen in unserer Gesellschaft einzusetzen.

Nähere Informationen zu den Öffnungszeiten der Ausstellung und zu weiteren Veranstaltungen unter .

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