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2. Handball-Bundesliga: 29:22 (11:11) in Coburg
BHC mit bärenstarken Keepern

Torwart Christopher Rudeck (Archiv). FOTO: Dirk Freund
Wuppertal / Solingen. Der Handball-Zweitligist Bergischer HC hat auch das vorletzte Spiel des Jahres gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hinze setzte sich am Freitagabend (22. Dezember 2017) beim HSC 2000 Coburg mit 29:22 (11:11) vor 2.557 Zuschauern durch. Bester Werfer war Gunnarsson mit acht Toren. Von Jörn Koldehoff und Thomas Schulz

Während der Gastgeber auf vier verletzte Spieler verzichten musste, konnte der Spitzenreiter seine Bestbesetzung aufbieten. Der BHC ging durch Criciotoiu schnell mit 3:1 in Führung (6.), kassierte nach einer Zeitstrafe gegen Darj aber den 3:3-Ausgleich (8.) und den 3:4-Rückstand (10.). Coburg erhöhte sogar auf 6:3 (12.), der Favorit agierte in dieser Phase zu fahrig und ungenau. Gunnarsson erzielte per Siebenmeter zwar das 5:6 (14.), der HSC legte aber erneut auf 8:5 (18.) vor. Weil jedoch Keeper Rudeck mehrere Würfe stark parierte, sorgte Criciotoiu für den 7:8-Anschlusstreffer (20.).

In Überzahl (nach einer Zeitstrafe gegen Gunnarsson) flatterten auf einmal den Coburgern die Nerven. Arnesson nutzte das zum 9:9 (24.), Babak sogar zur 10:9-Führung (25.). Kein Wunder, dass die Franken umgehend eine Auszeit nahmen. Mit Erfolg: Zwei Treffer in Folge bedeuteten das 11:10 (26.). Nach den ersten 30 Minuten, in denen der BHC viel Mühe mit der aggressiven Deckung der Franken hatte, ging es folgerichtig mit einem 11:11 in die Kabinen.

BHC-Torjäger Arnor Gunnasson. FOTO: BHC

Darj netzte zum 13:12 (34.) für den BHC ein und warf auch die erste Zwei-Tore-Führung heraus (37.). Drei waren es, als Gunnarsson den Tempogegenstoß erfolgreich abschloss (17:14, 40.). Der BHC deckte nun enger und zog auf 18:14 davon, als Gunnarsson einen Siebenmeter verwandelte (42.). Den personell geschwächten Coburgern schwanden nun etwas die Kräfte. Der HSC setzte erneut auf eine Auszeit, doch Babak war zum 19:14 (43.) erfolgreich.

Die Vorentscheifung war damit gefallen. Coburg konnte nicht mehr mithalten, der BHC spielte nun seine ganze Klasse aus - gestützt auf die Torhüter Rudeck und Rutschmann, die einen starken Tag erwischten. Gutbrod schraubte den Vorsprung in der 52. Minute auf 25:17. Der Spitzenreiter ließ die Uhr herunterlaufen und geriet überhaupt nicht mehr in Gefahr.

Sebastian Hinze (BHC-Coach): "Das war eine sehr intensive erste Halbzeit. Wir haben uns im Angriff dazu verleiten lassen, die Zweikämpfe an der falschen Stelle zu suchen, und konnten froh sein, mit einem Remis in die Kabine zu gehen. Die zweite Hälfte war dann sehr, sehr gut. Wir waren geduldiger sowie cleverer und haben Fabian Gutbrod immer wieder über den Innenblock in Abschlusspositionen bringen können. Dazu hat Kristian Nippes defensiv viel Druck der Coburger weg genommen. Vor der Pause lief es so wie bei unserer Niederlage hier vor einem Jahr. Die zweite Halbzeit hat dann gezeigt, welche Entwicklung die Mannschaft genommen hat und darauf bin ich wirklich stolz."

Jan Gorr (HSC-Coach): "Der BHC hat verdient gewonnen. 40 Minuten haben wir die Partie offen gestaltet, weil wir seinen Rückraum unter Kontrolle halten konnten. Dann aber hat sich der große Unterschied zwischen den beiden Mannschaften bemerkbar gemacht. Bei uns fehlen eben durch die verlezungsbedingten Ausfälle einfach Automatismen und Kraftreserven. Wir sind nicht mehr in die Zweikampf-Bewegungen gekommen."

Das letzte Spiel vor der EM-Pause bestreitet der BHC am 2. Weihnachtstag (27. Dezember 2017) um 17 Uhr bei Elbflorenz Dresden.

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