| 16.51 Uhr

Fußball-Oberliga: 1:0 (1:0) gegen Vohwinkel
CSC gewinnt das Derby

Eine Schlüsselszene: Cakolli sieht die rote Karte. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. In der Fußball-Oberliga hat der Cronenberger SC am Sonntag (4. Februar 2018) das Wuppertaler Stadtderby gegen den FSV Vohwinkel mit 1:0 (1:0) gewonnen. Beide Wuppertaler Oberligisten liegen damit weiter auf einem Abstiegsplatz, allerdings mit direktem Kontakt zum rettenden Ufer (). Von Julian Schumacher

Kabiru Mohammed brachte den Gastgeber auf dem hart gefrorenen Kunstrasen in der 39. Minute in Führung. Kurz vor der Pause sah Vohwinkels Eliot Cakolli nach einem Foul die rote Karte. Cronenberg war vor der Pause die aktivere Mannschaft.

Torschütze Kabiru Mohammed lässt sich beglückwünschen. FOTO: Dirk Freund

Nach dem Wechsel brachte FSV-Coach Marc Bach seinen Torjäger Shun Terada für Robin Rehmes, der in der neunten Minute den Pfosten getroffen hatte. In Unterzahl wurde Vohwinkel munterer und machte Druck. Cronenberg befreite sich aber fortan wieder etwas. Christos Kostkidis musste einen Kopfball von Tim-Philipp Schättler auf der Linie klären (66.).

In der 67. Minute verschuldete FSV-Keeper Asterios Karagiannis einen Elfmeter, hielt aber den Strafstoß von Marvin Mühlhause. Vier Minuten später traf Shun Terada, das Tor wurde aber wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Vohwinkel warf alles nach vorne, der Ausgleich fiel aber nicht mehr.

Peter Radojewski (Trainer Cronenberger SC): "Ich glaube, dass wir, obwohl die Rückrunde gerade erst begonnen hat, schon sehr anständig kombiniert und gespielt haben. Wir haben auch von der taktischen Vorgabe alles eingehalten und wenig zugelassen. Nur beim Pfostenschuss waren wir etwas unachtsam. Wir haben das Tor gut herausgespielt. Das einzige Manko war, dass wir zu viele Chancen ausgelassen haben, inklusive des verschossenen Elfmeters. Wir hatten noch viele gute Situationen, die wir aber nicht zu Ende gebracht haben. Vielleicht war da die Angst, dass da doch mal ein Konter durch einen schnellen Stürmer reingehen kann. Ich denke, dass der Sieg verdient war. Zum Platzverweis kann ich schlecht etwas sagen. Ich habe es nicht hundertprozentig gesehen, obwohl es direkt vor meiner Nase war. Solche Situationen sind oftmals unglücklich. Für uns ist es wichtig, die drei Punkte mitzunehmen. Es ist klar, dass es gegen einen direkten Konkurrenten, zumal in einem Derby, noch wichtiger ist. Es war zu Hause ein klares Ausrufezeichen, dass wir hier wenig abgeben. Da müssen wir weiter ansetzen."

Marc Bach (Trainer FSV Vohwinkel): "Normalerweise mache ich so etwas nicht, aber heute muss ich sagen, dass der Schiedsrichter Schuld an der Niederlage war. Er hat das Spiel letztendlich entschieden. Das Einzige, was ich meiner Mannschaft vorwerfen muss, ist die Passivität in der ersten halben Stunde. Dann hat der Schiedsrichter das Heft in die Hand genommen, schmeißt Eliot Cakolli mit Rot vom Platz, obwohl er ganz klar den Ball spielt und den Ball auch klar zwischen den Beinen hat. Er hat in der zweiten Halbzeit auch noch die ein oder andere Entscheidung gehabt, die sehr fragwürdig war. Ich habe mich extra auf die andere Seite gestellt. Er pfeift Shun Terada zweimal ins Abseits – ich weiß nicht, was er da gesehen hat. Aber Abseits war es definitiv nicht. Der Elfmeter war keiner. Insgesamt weiß ich nicht, wie man zu einem Wuppertaler Derby einen Wuppertaler Schiedsrichter schicken kann, der in der Uni-Halle jedes Jahr überfordert ist. Das regt mich maximal auf. Ich kann die Jungs für die erste halbe Stunde verantwortlich machen, in der zweiten Halbzeit hat meine Mannschaft eine sehr gute Moral gezeigt, auch wenn Cronenberg natürlich Chancen kreiert, weil wir aufmachen. Wir haben uns gewehrt und versucht den Ausgleich zu erzielen. Kompliment für eine gute zweite Halbzeit, aber gegen 14 Leute hatten wir heute keine Chance."

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