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Wuppertaler SV / Stadion am Zoo
Große Pläne für die Gegengerade

Das Modell der geplanten Gegengerade. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Die Stadt Wuppertal will die Gegengerade des Stadions am Zoo mit Hilfe eines Investors sanieren und umbauen. Entsprechende Pläne, die sich nach Angaben des WSV-Vorstandssprechers Lothar Stücker auf insgesamt rund 30 Millionen Euro belaufen, wurden am Montagabend (18. Dezember 2017) vorgestellt. Zu Beginn der Veranstaltung nahm Fußballvorstand Manuel Bölstler zunächst Stellung zu den aktuellen Personalien. Von Jörn Koldehoff und Julian Schumacher

Er bestätigte erneut, dass der Ligakonkurrent Viktoria Köln den amtierenden WSV-Coach Stefan Vollmerhausen verpflichten möchte - und der starkes Interesse habe. "Sein Wunsch ist, Gespräche mit Viktoria Köln zu führen. Nach einem langen Gespräch zeigte sich, dass er da sehr hartnäckig ist. Das Thema hat dann Fahrt aufgenommen und dann kamen Anrufe aus Köln. Wir haben uns geeinigt. Alles andere liegt nicht mehr in unserer Hand. Da gibt es noch keine Einigung. Der Vertrag ist bisher nicht aufgelöst."

Er selber, so Bölstler, stehe nicht mit RW Essen in Kontakt: "Ich musste da sehr schmunzeln. Ich weiß nicht, ob da jemand versucht, Ströme zu leiten. Es gab keine Gespräche mit Rot-Weiß Essen, es gibt keine Gespräche. Ich lebe im Hier und Jetzt und da bin ich genau am richtigen Ort. Ich fühle mich pudelwohl. Niemand muss sich Sorgen machen."

Investor Thilo Küpper. FOTO: Dirk Freund

In Anwesenheit der kompletten Vereinsspitze sowie der Mannschaft erläuterte Hans-Uwe Flunkert vom städtischen Gebäudemanagement den Bauplan. Demnach soll auf der Gegengeraden eine neue Tribüne errichtet und dahinter - auf der Richtung Boettinger Weg liegenden Fläche - ein multifunktionales Gebäude. Investor Thilo Küpper zahlt eine Pacht, mit der die Stadt wiederum die Gegengerade baut. Dabei sollen - wie schon seinerzeit bei den Stehplatz-Tribünen - Kräfte des so genannten zweiten Arbeitsmarkts zum Zuge kommen, die das Jobcenter zu Betonbauern ausbildet.

Küpper: "Dieser Ort ist nur 20 Tage im Jahr geöffnet. Ein wunderbarer Ort, der super angebunden ist und eine tolle Fassade hat. Die Nord- und Südtribüne haben den ersten Schritt in Richtung Arena gemacht. Wir haben häufig schon Möglichkeiten gesehen, wo andere diese nicht gesehen haben. Die Arrenbergschen Höfe sind ein gutes Beispiel. Und wir denken, dass wir dem tollen Ort neues Leben zu einhauchen wollen." Als Architekt wurde der Wuppertaler Antonio Quintiliani vorgestellt.

Eine Baugenehmigung liege noch nicht vor, weil das Lärmschutzgutachten noch fehle. Es könne aber nichts mehr schiefgehen, so Quintiliani. Ein genauer Zeitplan soll im ersten Quartal 2018 verkündet werden.

Küpper: "Auch die Nachbarn müssen miteingebunden werden. Wie wird es innen lauter und außen leiser?" Das Gebäude soll sich sowohl um die Gegengerade als auch um die Südtribüne ziehen - in der Form der alten Radrennbahn. Das Dach soll lichtdurchlässig sein.