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WSV und Rettungsdienste
"Stadion-Streit" schwelt weiter

WSV und Rettungsdienste: "Stadion-Streit" schwelt weiter
Es dauerte lange, bis Christian Müller geholfen wurde. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Im "Stadion-Streit" zwischen dem Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV und den beteiligten Rettungsdiensten sind die Fronten weiterhin nicht aufgeweicht. Der WSV hat am Dienstag (7. November 2017) eine weitere Pressemitteilung herausgegeben. Der Wortlaut:

"Zur Aufarbeitung der Geschehnisse nach der Verletzung des Uerdinger Spielers Christian Müller hat sich ein Gremium gebildet, das am gestrigen Abend getagt hat. Teilnehmer dieser Runde waren Vertreter der Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr, der Hilfsorganisationen ASB und Johanniter, der Staatsanwaltschaft, der Security und des WSV. Alle Beteiligten haben die Notfallsituation am Spieltag analysiert. 

Im Gespräch am gestrigen Abend wurden die Fakten vom WSV vorgetragen und in gemeinsamer Runde besprochen. Die Vertreter der Sanitätsdienste waren nicht in der Lage, die Aussagen ihrer Pressemitteilung mit Fakten zu belegen. 

Nach langer Sitzung hat man sich dazu bereiterklärt, der Hilfsorganisation bis zum nächsten Vormittag (10 Uhr) Zeit zu geben, dies nachzuholen. In einem erneuten Gespräch zwischen dem WSV und Vertretern der Hilfsorganisationen ASB und Johanniter gab es keine entlastenden Fakten. Dementsprechend konnten die Vorwürfe des Vereins gegenüber den Hilfsorganisationen nicht entkräftet werden. Der Versuch einer gemeinsamen, transparenten Pressemitteilung ist nach mehrstündiger Kommunikation, trotz bereits feststehenden Formulierungen, durch die Hilfsorganisationen gescheitert. DRK, ASB und Johanniter haben der gemeinsamen Pressemitteilung zugestimmt. Mit den Maltesern war leider aufgrund von staatsanwaltlichen Ermittlungen keine Einigung möglich. Die Einsatzleitung der Sanitätsdienste hatten an diesem Tag die Malteser. 

Der WSV ist mit den oben genannten Hilfsorganisationen (DRK, ASB und Johanniter) zu abschließenden Ergebnissen gekommen:

Die Hilfsorganisationen haben den Innenraum des Stadions für das Spiel gegen den KFC Uerdingen selbstständig und ohne Absprache mit dem Wuppertaler SV nicht besetzt. Der Wuppertaler SV hat die Anweisung, keine Sanitäter in den Innenraum zu ordern, nie gegeben und ist seinen Pflichten bei der Spieltagsorganisation in vollstem Umfang nachgekommen. Die Sanitätsdienste hatten bereits bei allen Heimspielen der Saison 2017/2018 den Innenraum als Einsatzgebiet "nicht auf dem Schirm". Bei keiner Sicherheitsbesprechung, die vor jedem Heimspiel des WSV durchgeführt wird, wurde dieser Umstand erwähnt. 

Zwei bis drei Minuten nach der Verletzung des Spielers Christian Müller  wurde nach einem Signal vom Spielfeld aus ein Funkspruch an die Sanitätsdienste abgegeben. Dieser Funkspruch beinhaltete, dass Sanitäter und ein Notarzt samt Trage auf dem Feld benötigt werden. Danach kam es aufgrund einer Verkettung verschiedener Umstände zu menschlichen Fehlern einzelner Kräfte der Hilfsorganisationen. Aufgrund von staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen kann hier nicht genauer auf Details eingegangen werden. 

Beim Gang des Notarztes aufs Spielfeld gab es ein Schubsen des Wuppertaler Mittelfeldspielers Daniel Grebe. Der Wuppertaler SV sieht Daniel Grebe hier in einer Notlage handeln. Daniel Grebe hat dem Arzt direkt nach der Aktion wieder auf die Beine geholfen und sich entschuldigt. Obwohl es als stressbedingte Überreaktion nachvollziehbar ist, kann der Verein das Verhalten von Daniel Grebe nicht gutheißen und hat daher intensive Gespräche mit ihm geführt.

Der WSV wünscht dem verletzten Spieler Christian Müller weiterhin eine gute Besserung. 

Für die zukünftigen Heimspiele des WSV werden noch präzisere Abläufe geschaffen. Zum Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen am 3.12.2017 wird es bereits eine deutliche Optimierung der Zuständigkeiten geben. Der Innenraum des Stadion am Zoo wird fortan mit Sanitätern besetzt sein.

Wir bedanken uns für die intensiven und aufklärenden Gespräche mit den Verantwortlichen der Johanniter und dem ASB."

 
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