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Fußball-Regionalliga: Nach Derby-Absage gegen RWE
Vollmerhausen: "Jungs waren heiß"

Gino WIndmüller lieferte beim 3:1-Hinspielsieg in Essen eine starke Vorstellung gegen seinen Ex-Club ab. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Nein, leicht gemacht hat sich der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV die Absage des für Sonntag (3. Dezember 2017) geplanten Derbys gegen Rot-Weiß Essen nun wirklich nicht. "Ich hätte gerne gespielt", sagt Fußballvorstand Manuel Bölstler. Und Trainer Stefan Vollmerhausen ergänzt: "Die Jungs waren heiß auf das Duell." Von Jörn Koldehoff

Sicher, die Trainingswoche lief alles andere als glücklich. Am Freitag etwa absolvierte das Team mangels Naturrasen-Alternative die Einheit auf dem Kunstrasen des Kooperationspartners FSV Vohwinkel, nach 70 Minuten waren dann die Jugendmannschaften des Oberligisten an der Reihe. Donnerstag wurde auf dem Kunstrasen an der Nevigeser Straße geübt. Der Personalstand hätte sich nicht entscheidend geändert. "Wir sind zwar im Pokal ausgeschieden, insgesamt spielen wir bislang aber eine gute Runde", so Vollmerhausen. Als Tabellendritter wäre der WSV in das Duell gegen den Zwölften aus Essen gegangen.

Außerdem hätte eine größere Kulisse – insgeheim hatten die Verantwortlichen mit 5.000 bis 6.000 Zuschauern gerechnet – einen warmen Geldregen in die nicht gerade üppig gefüllten Kassen gespült, und das vor der langen, nicht von Einnahmen geprägten Winterpause. Von der Liveübertragung bei "Sport1" hatten sich Vorstand und Marketingabteilung zudem Rückenwind in Sachen Sponsoring erhofft.

Daraus wird nun nichts. Die angekündigten zusätzlichen Niederschläge inklusive Nachtfrost hätten dem ohnehin aufgeweichten Rasen weiter zugesetzt. Zu groß war deshalb die Sorge der Stadt, das Geläuf langfristig zu ruinieren. Nicht nur 2016 hatte die Stadioncrew bis weit in den Frühling damit zu kämpfen, den Rasen wieder in Form zu bringen. Oft fanden in der Vergangenheit im Stadion am Zoo Partien, die auf der Kippe standen, statt – mit erheblichen Konsequenzen für den Untergrund. Zumal es in der bergischen Metropole im Schnitt zwei bis drei Grad kälter ist als am Niederrhein oder in Dortmund, wo regelmäßig Begegnungen abgesagt werden. Der Rasen regeneriert erst ab Temperaturen von mindestens acht Grad langsam wieder.

"Wir können es nicht ändern und müssen es nehmen, wie es kommt. Wir hoffen jetzt, am kommenden Wochenende in Wegberg-Beeck antreten zu können und dann am 16. Dezember das Jahr mit einem Heimsieg gegen Wattenscheid beenden zu können", blickt der WSV-Coach voraus. Das Nachholspiel gegen RWE könnte auf den 10. Februar angesetzt werden und damit eine Woche vor dem eigentlichen Restrunden-Start bei Westfalia Rhynern. Vom 27. Januar bis zum 3. Februar schlägt der WSV ein Trainingslager im spanischen Oliva auf.