Fußball-Regionaliga: Wuppertaler SV: Vollmerhausen: "Werden Arbeit nicht einstellen"

Fußball-Regionaliga: Wuppertaler SV : Vollmerhausen: "Werden Arbeit nicht einstellen"

Nach dem 4:1 (2:1)-Erfolg gegen den SV Rödinghausen liegt der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV auf dem vierten Tabellenplatz — 13 Punkte hinter Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach U23 und 13 vor den Abstiegsrängen.

Rundschau-Redakteur Jörn Koldehoff unterhielt sich mit Trainer Stefan Vollmerhausen.

Rundschau: Herr Vollmerhausen, was empfinden Sie beim Blick auf die Tabelle?

Vollmerhausen: Es ist alles sehr eng im unteren Drittel …

Rundschau: Dann ist es ja gut, dass sich Ihr Team im oberen befindet.

Vollmerhausen (lacht): Ja, das stimmt. Aber es ist eine Momentaufnahme. Aachen und Oberhausen haben ein Spiel weniger. Wir werden nun die Arbeit nicht einstellen und konzentrieren uns auf die Aufgabe am kommenden Samstag bei Rot-Weiß Ahlen. Das ist eine Mannschaft, die ums Überleben kämpft und eigentlich gut besetzt ist.

Rundschau: Die Fans rufen dazu auf, kostümiert nach Ahlen zu fahren.

Vollmerhausen: Das ist eine schöne Idee. Für uns selber wird es aber keine Karnevalstour. Wir wollen punkten und möglichst gewinnen.

Rundschau: Ende vergangenen Jahres und auch in der Vorbereitung haben Sie die mangelnde Chancenverwertung kritisiert. Nun neun Treffer in zwei Partien — woran liegt es?

Vollmerhausen: Wir haben intensiv daran gearbeitet und kommen nun auch in bessere Abschlusspositionen. Wir haben im Training inzwischen eine feste Standardeinheit. Natürlich hilft uns Jan Holldack, aber auch Gaetano kann Standards sehr gut. Wir haben uns zudem detailliert um die Laufwege gekümmert.

Rundschau: Jan Holldack, aber auch Yordi Teijsse sind ausgeliehen, wollen sich ins Rampenlicht spielen und werden wohl im Sommer wieder gehen. Inwiefern behindert das Ihre Arbeit?

Vollmerhausen: Meine Aufgabe ist es, die Mannschaft in der Spur zu halten und für den Verein erfolgreich zu arbeiten. Wer uns im Sommer verlässt, weiß ich jetzt im Februar noch nicht. Wir, vor allem Manuel (Fußballvorstand Bölstler, Anm. der Red.), haben in den vergangenen anderthalb Jahren viele gute Personalentscheidungen getroffen und Spieler geholt, die sportlich und charakterlich passen. Wir verlassen uns weiter auf unser Profil. Ich arbeite seit neun Jahren als Trainer, davon sieben im Jugendbereich. Da bin ich es gewohnt, dass sich Kader verändern.

Rundschau: Darf die Mannschaft Karneval feiern?

Vollmerhausen: Nun, der Montag ist ohnehin unser freier Tag. Insofern werden wir am Sonntag ganz normal regenerieren.

Rundschau: Trotzdem noch einmal der Blick auf die Tabelle — vor RWE zu stehen hat doch was, oder?

Vollmerhausen: Ja, definitiv. Aber dafür kann ich mir jetzt nichts kaufen. Ich lasse mich davon in meiner Trainingsarbeit nicht beeinflussen, auch nicht von Ergebnissen. Wichtig ist es, die Inhalte durchzubringen.


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