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Fußball-Regionalliga
WSV: "Breite Brust" und der Wettergott

Auch Gaetano Manno (re.) konnte das Pokal-Aus nicht verhindern. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. In der Fußball-Regionalliga steigt am Sonntag (15 Uhr) im Stadion am Zoo das Derby des WSV gegen Rot-Weiß Essen – sofern der Wettergott mitspielt. Von Jörn Koldehoff

Klar, das Pokal-Aus beim Oberligisten Jahn Hiesfeld (5:6 nach Elfmeterschießen) war "bitter für alle. Aber es ist halt passiert, wir können es nicht ändern", sagt Fußballvorstand Manuel Bölstler. Um hinterherzuschieben: "Ich kann keinem einen Vorwurf machen, es nicht versucht zu haben. Wir haben einfach unsere Torchancen, von denen wir genügend hatten, nicht genutzt. Und dann kann es im Pokal halt passieren, dass sich eine Mannschaft, die sich in der Oberliga nicht von ungefähr oben in der Tabelle befindet, ins Elfmeterschießen rettet. Wir haken es ab und konzentrieren uns auf die Liga."

Das macht durchaus Sinn, steht doch am Sonntag (15 Uhr) das Derby gegen Rot-Weiß Essen an. Mit dem WSV, der als Ligadritter sechs Punkte vor dem Team aus dem Ruhrgebiet (12.) liegt, als Favoriten? "Die Tabelle ist das eine, aber Essen hat ganz andere finanzielle Möglichkeiten. Der Ausgang ist offen. Aber es ist natürlich schön, dass wir in der Tabelle vor RWE stehen. Das zeigt, dass wir uns in vielen Bereichen weiterentwickelt haben."

Rund läuft die Vorbereitung jedoch nicht. Wegen der Regenfälle sind die Rasenplätze in Wuppertal aufgeweicht, möglicherweise muss der WSV bis Freitag verstärkt auf Kunstrasen trainieren. Die Torhüter Joshua Mroß und Sebastian Wickl sind angeschlagen, ebenso Gino Windmüller. André Mandt, Silvio Pagano und Kevin Hagemann fallen ohnehin aus. "Unser Kader ist vielleicht nicht groß. Aber die, die reingekommen sind, haben die Jungs gut ersetzt. In Hiesfeld saßen mit Steinmetz, Grebe, Cirillo und Bayrak Leute auf der Bank, die bewiesen haben, dass sie Regionalliga spielen können."

Bölstler: "Bis auf das Pokal-Aus läuft die Saison bislang absolut positiv. Wir sollten uns an die Erfolge erinnern und mit breiter Brust in das Derby gehen." Für das zu Beginn der Woche 2.600 Tickets (inklusive Dauerkarten) verkauft waren. Der WSV hofft auf 9.000 Zuschauer.

Ob gespielt werden kann, entscheidet eine Platzkommission am Freitag gegen 13.30 Uhr. Nach den Regenfällen der vergangenen Tage ist der Rasen im Stadion am Zoo aufgeweicht. Zudem sind Schneefälle und Frost angekündigt.