| 20.17 Uhr

Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV
WSV: Druck und ein Neuzugang

Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV: WSV: Druck und ein Neuzugang
Weiter Übungsleiter des WSV: Stefan Vollmerhausen (blauer Trainingsanzug, Mitte). FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Die Trainerdebatte beim Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV ist beendet – nach einem Treffen des Vorstandes am Freitag (29. Dezember 2017) mit Chefcoach Stefan Vollmerhausen. Gleichzeitig kündigt Fußballvorstand Manuel Bölstler mindestens eine Neuverpflichtung an. Die Lage beim WSV, eine Analyse. Von Jörn Koldehoff

Die am späten Mittag verschickte Medienmitteilung war zwar kurz, dafür strotzte sie vor Formulierungen, die in die Zukunft weisen sollen. So könne "die Weiterentwicklung unseres rot-blauen Teams wie geplant fortgesetzt werden". Damit behalte der WSV "die Kontinuität, die ebenfalls ein Eckpfeiler des Konzeptes ,WSV2020' ist", hieß es dort.

Es war eine verzwickte Lage, in die der WSV geraten war, nachdem der Aufstiegsaspirant Viktoria Köln sein Interesse an Vollmerhausen bekundet hatte. Statt den Gesprächen direkt einen Riegel vorzuschieben und den 44-Jährigen damit vor die klare Entscheidung zu stellen, stimmte der WSV-Vorstand dem Ansinnen zu – wohlwissend, dass Verhandlungen auch scheitern könnten. Vollmerhausen habe Druck gemacht, begründete Fußballvorstand Manuel Bölstler den Schritt. Man selber habe keine Veranlassung gesehen, den Vertrag aufzulösen, ergänzte Vorstandssprecher Lothar Stücker.

Der Übungsleiter selber sprach nach dem Abbruch der Gespräche von einem interessanten Angebot und dass es halt legitim sei, sich es anzuhören. Ob er unter allen Umständen in die Domstadt wollte, ist offen, zumal es wohl nicht ums Geld ging. Das immerhin bestätigten beide Seiten. Die Viktoria zeigte sich derweil verwundert ob der offensiven WSV-Statements (wir berichteten).

So oder so – die öffentlich bekannt gewordene Lage und noch mehr das Abbruchergebnis waren sowohl für den WSV als auch für Vollmerhausen äußerst unpraktisch. Insofern war es logisch, dass Vorstandssprecher Lothar Stücker seine Kollegen und den Trainer zur Aussprache an einen Tisch bat. Überraschend (und auch wieder nicht) war allerdings der Zeitpunkt. Vollmerhausen hatte angekündigt, die Feiertage und den Jahreswechsel mit seiner Familie in Österreich zu verbringen. Die Zusammenkunft fand am Freitag in der Kanzlei "Stücker, Newger & Partner" in Schwelm statt. Der Coach musste folglich seinen Urlaub unterbrechen. Allerdings stand der Verein auch unter Zeitdruck. Schließlich ist der Trainingsauftakt schon in gut einer Woche.

Gleichzeitig hätte aber auch der Vorstand im Fall der Fälle begründen müssen, warum er sich kostspielig von einem Chefcoach (Vertrag bis 2020) trennt, dem er noch kurz zuvor sportlich ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt und dem er eben die Gespräche erlaubt hatte. Schnell wären viele Fragen aufgekommen nach möglichen anderen, atmosphärischen Gründen, inwieweit die Gremien geschlossen hinter der Trennung gestanden hätten – und vieles mehr.

Es wäre keine positiv besetzte Botschaft nach außen gewesen in einer Zeit, in der der WSV bei Unternehmen um Vertrauen wirbt und sie gewinnen möchte, den Club und das Stadionprojekt finanziell zu unterstützen. Die jetzige Formulierung der Pressemitteilung passt da besser ins Bild. Gleichzeitig kündigte Bölstler auf die Frage, ob Neuverpflichtungen im Anflug sind, gegenüber der Juegosdechicas an: "Auch da wird dieses Jahr noch etwas passieren."

Und nun? Geht es erst einmal weiter. Für Vollmerhausen, zunächst Trainer der Bundesliga-A-Junioren, dann "Aufstiegsheld" und bisher über jeden Zweifel erhaben, ist der Druck, Erfolge zu erzielen, zunächst größer geworden, auch wenn der Fußball bekanntlich schnelllebig ist. Und er muss womöglich enttäuschten Fans erklären, warum er mit den Kölnern geflirtet hat.

Wahrscheinlich aber noch nicht am kommenden Wochenende. Schon im vergangenen Jahr hatte der den (erfolgreichen) Auftritt in der Uni-Halle seinem Assistenten Chris Liehn überlassen.

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