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Fußball-Regionalliga: Kein Vollmerhausen-Wechsel nach Köln
WSV-Trainerfrage: Stücker kündigt Dreier-Gipfel an

Fußballvorstand Manuel Bölstler (Mi.) und Trainer Stefan Vollmerhausen (re.). FOTO: Dirk Freund
Wuppertal / Köln. Trainer Stefan Vollmerhausen wechselt nicht vom Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV zum Ligakonkurrenten Viktoria Köln. Das hat der 44-Jährige am späten Freitagnachmittag (22. Dezember 2017) auf Anfrage der Juegosdechicas bestätigt. Von Jörn Koldehoff

"Es war eine reizvolle Anfrage. Ich denke, es ist legitim, sich das anzuhören. Wir hatten gute Gespräche. In dem ein oder anderen Punkt waren wir aber nicht überein. Ich wusste die ganze Zeit, was ich am WSV habe. Und freue mich nun darauf, die Mannschaft auf die Rückrunde vorzubereiten und mit ihr weiter eine gute Saison zu spielen", so der 44-Jährige zur Rundschau.

Wie geht es nun weiter? Vorstandssprecher Lothar Stücker gegenüber der Rundschau: "Als die Aufregung in der vergangenen Woche aufkam, habe ich gesagt, dass noch nichts final entschieden ist. Damit hatte ich Recht. Man sollte nicht so hektisch agieren, sondern mit Besonnenheit. Es wird ein Vorstandsgespräch geben mit Manu (Manuel Bölstler, Anm. der Red.), der heute Nacht zurückkommt. Dort werden wir über das weitere Vorgehen reden. Ich will das inhaltlich gar nicht bewerten. Natürlich kann man sich bei einem anderen Verein vorstellen, wenn man sich verbessern kann. Ich bin ein Freund, Verträge durchzuziehen. Stevies läuft bei uns bis 2020. Klar ist: Stevie wollte raus aus dem Vertrag, er wäre es auch gekommen, wenn er sich mit Köln geeinigt hätte."

Und weiter: "Wir verfolgen in Wuppertal eine nachhaltige Konzeption. Das ist eine andere Qualität als ausgefallene Waschmaschine. Die Frage einer Vertragsauflösung stellt sich jetzt nicht. Wir müssen gucken, dass das Verhältnis der handelnden Personen ungetrübt ist. Wir hätten keinen Anlass gesehen, den Vertrag in Zweifel zu setzen. Deshalb werden wir uns am Samstag unterhalten, ob es nun Rolle rückwärts war und inwieweit das Arbeitsverhältnis normal weiterlaufen kann. Wir möchten uns schließlich über das Thema ja nicht jedes Vierteljahr unterhalten, wenn ein anderes Spitzenteam anklopft. Das wäre kein nachhaltiges Konzept, das sollten die Beteiligten auch so sehen. Aber wie gesagt: Wir besprechen das ganz gelassen und in Ruhe."

Köln und Vollmerhausen hatten in den vergangenen Tagen Gespräche geführt, nachdem die Viktoria Interesse bekundete. Der WSV hatte dafür offizielles Licht gegeben. Köln sucht einen Nachfolger für Marco Antwerpen, der zum Drittligisten Preußen Münster gewechselt war.

Unterdessen sind zwei Nachhospiele terminiert worden. Die Partie gegen Wattenscheid 09 beginnt am 10. Februar um 14 Uhr im Stadion am Zoo, das Derby gegen RW Essen am 21. Februar um 19.30 Uhr.

(Info: In einer früheren Version des Artikels hieß es, auch Trainer Stefan Vollmerhausen nehme neben dem Vorstand an dem Gespräch teil. Dem ist nicht so. Wir haben es korrigiert.)