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Fußball-Regionalliga: Mittwoch (19.30 Uhr) gegen RWE
WSV will es im Derby besser machen

Christopher Kramer scheiterte gegen Erndtebrück beim Stand von 0:1 mit einem Foulelfmeter. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Ergebnisse wie das 0:4 gegen den TuS Erndtebrück können im Laufe einer Saison durchaus vorkommen. Das weiß Manuel Bölstler nur zu genau. Und deshalb ärgerte sich der Fußballvorstand des Regionalligisten Wuppertaler SV auch eher über den behäbigen Auftritt an sich als über die drei verlorenen Punkte. "Gut ist, dass wir schon Mittwoch gegen RW Essen spielen. Da kann es die Mannschaft besser machen", richtet der 34-Jährige seinen Blick auf das Derby. Von Jörn Koldehoff

Die bereits zweimal abgesagte Partie wird allerdings zu einer Wundertüte. Essen, wie immer mit Ambitionen gestartet, hat nach der 1:2-Niederlage gegen Rödinghausen die Reißleine gezogen und Argirios Giannikis beurlaubt, der seinerseits im Oktober Sven Demandt abgelöst hatte. Bereits am Mittwoch steht Karsten Neitzel (50) an der Seitenlinie. "Wir haben RWE mehrfach beobachtet und waren entsprechend vorbereitet..Deshalb müssen wir nun sehen, welche Taktik Karsten Neitzel wählt", sieht Bölstler durchaus Auswirkungen. RWE bietet mit Dennis Malura und Jan-Steffen Meier zwei ehemalige Wuppertaler auf.

In der Hinrunde hatte der WSV Mitte September das Heimspiel gegen den SV Rödinghausen zum Auftakt einer Englischen Woche ebenfalls mit 0:4 verloren – allerdings nach einer zunächst guten Leistung und einem dann äußerst unglücklichem Spielverlauf. Am Mittwoch darauf fegte das Team den Meisterschaftsfavoriten Viktoria Köln mit 3:0 aus dem Stadion. Vor 2.056 Zuschauern trafen Christopher Kramer (2) und Gino Windmüller. Auf eine ebensolche Reaktion setzt Bölstler nun auch.

Und dann war da ja noch das Hinspiel: Am zweiten Spieltag gewann der WSV vor 10.607 Zuschauern an der Essener Hafenstraße verdient mit 3:1 durch Treffer von Kramer, Kevin Hagemann und Davide Leikauf. Minutenlang feierten die Akteure danach mit den zahlreich mitgereisten Fans.

Diesmal werden es wohl etwas weniger. Wegen der Tabellensituation (der WSV ist Zehnter, Essen Zwölfter, beide sind nicht in Abstiegsgefahr) rechnen die Bergischen mit rund 6.000 Besuchern. Das Zooviertel wird nicht gesperrt. Hintergrund ist, dass die Stadt weniger als 5.000 Zuschauer erwartet, die die Maßnahme aus juristischen Gründen notwendig machen würde. Allerdings gelten Halteverbote vom S-Bahnhof Zoologischer Garten bis zur Hubertusallee. Dort kommen die per Bahn anreisenden Gästefans an.