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(Kein) 38. Tag im Spingmann-Prozess
Befangenheitsantrag gegen Richter

(Kein) 38. Tag im Spingmann-Prozess: Befangenheitsantrag gegen Richter
Symbolfoto. FOTO: Redaktion
Wuppertal. Der mittlerweile 38. Verhandlungstag im Springmann-Prozess fand am Mittwoch (10. Oktober 2018) nach beinahe zweistündiger Beratungszeit nicht statt. Der Grund: Ein noch vor Verhandlungsbeginn eingegangener Befangenheitsantrag der Verteidiger von Benjamin S. gegen den Vorsitzenden Richter Robert Bertling wegen dessen zuvor in der Hauptverhandlung getätigten Äußerungen. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfeder

Worum es dabei genau gegangen sein soll, wurde nicht bekannt gegeben. Vermutungen sind dennoch nahe liegen - am Ende des vergangenen  Verhandlungstages hatte sich ein solcher Antrag bereits indirekt angekündigt. Offenbar hatte der Vorsitzende Richter gegenüber Benjamin S. geäußert, dass er sich überlegen solle, ob er noch einen Befangenheitsantrag stellen wolle, weil der im Falle eines möglichen Freispruchs dessen Haftzeit verlängern würde.

Noch während der Verhandlung stellte Bertling klar, dass es sich dabei nur um den freundschaftlich gemeinten Hinweis darauf handeln würde, dass - sollte sein Antrag erfolgreich sein und eine andere Kammer den Fall übernehmen müssen - sich seine Untersuchungshaft verlängern würde.

Nun also soll bis Freitag über den Befangenheitsantrag entschieden werden. Danach sind zwei Szenarien möglich: Es geht mit den Plädoyers am kommenden Mittwoch (17. Oktober 2018) und möglicherweise schon am darauffolgenden Freitag mit dem Urteil weiter wie geplant. Oder der Prozess muss mit einer anderen Kammer neu aufgerollt werden.

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