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Beyenburg
1.100 Meter lebendige Wupper

Beyenburg: 1.100 Meter lebendige Wupper
Dr. Günter Poppen (Vorsitzender der Geschäftsführung Vorwerk Elektrowerke GmbH & Co. KG), Birgitta Radermacher (Regierungspräsidentin, Bezirksregierung Düsseldorf), Andreas Mucke, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal), Dr. Jörg Mittelsten Scheid, Ehrenbeiratsvorsitzender der Vorwerk & Co. KG und Oberhaupt der Vorwerk Unternehmerfamilie), Claudia Fischer (Verbandsratsvorsitzende des Wupperverbandes) und Georg Wulf (Vorstand des Wupperverbandes). FOTO: Wupperverband
Wuppertal. Auf dem Werksgelände des Familienunternehmens Vorwerk in Wuppertal-Laaken ist ein großes Stück lebendige Wupper entstanden. Das Projekt des Wupperverbandes in Kooperation mit dem Unternehmen ist nun offiziell abgeschlossen.

Wupperverbands-Vorstand Georg Wulf, Dr. Günter Poppen (Vorsitzender der Geschäftsführung Vorwerk Elektrowerke) und Oberbürgermeister Andreas Mucke zogen am Freitag (5. ktober 2018) eine positive Bilanz. Das Projekt sei gleichermaßen ein Gewinn für den Fluss und seine Lebewesen als auch für die Menschen.

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher: "Der Wupperverband ist vorbildlich bei der Umsetzung von WRRL-Projekten. Das ist jedoch nur möglich, da hier die Stadt Wuppertal, der Wupperverband, die Politik, die Bürgervereine, Unternehmen wie Vorwerk und die Bürgerschaft alle gemeinsam an dem Ziel der ökologischen Umgestaltung der Wupper engagiert mitarbeiten."

Die Werkserweiterung am Produktionsstandort von Vorwerk in Wuppertal bot die besondere Chance, die Wupper mit einzubeziehen. Sie fließt mitten durch das Firmengelände. So entstand die Idee, auch dort den Lauf zu einem lebendigeren Fluss zu entwickeln. Dies haben der Wupperverband und Vorwerk in zwei Schritten 2017 und 2018 umgesetzt.

Das Ergebnis ist ein rund 1.100 Meter langer natürlicher Wupperabschnitt. Die Struktur wurde aufgelockert und abwechslungsreicher gestaltet. Darüber hinaus wurde ein Wehr – und somit ein Hindernis für Fische und Kleinlebewesen – entfernt. Das Highlight: Der Fluss hat deutlich mehr Raum erhalten, zum Teil mehr als die doppelte Breite. Das bedeutet mehr Lebendigkeit und Dynamik und damit auch ideale Lebensbedingungen z. B. für Fische und Kleinlebewesen.

Das Projekt ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die einen guten Zustand für Flüsse und Bäche in ganz Europa erreichen will.  Das Wupperprojekt in Laaken wurde hauptsächlich durch das Land NRW gefördert, einen Teil der Kosten übernimmt das Familienunternehmen Vorwerk als Mitglied im Wupperverband.

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