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Langerfeld
Besorgnis wegen Baumfällungen

Langerfeld: Besorgnis wegen Baumfällungen
Baumscheiben erinnern an einen stattlichen Baum. Im Hintergrund die Langerfelder Friedhofskapelle. FOTO: Conrads
Wuppertal. Schnee bedeckt die Gräber auf dem Friedhof Kohlenstraße. An verschiedenen Stellen erinnern Baumscheiben an gefällte Bäume, von denen der besorgte Rundschau-Leser Thomas Lück, der 20 Jahre im Garten- und Forstamt gearbeitet hat, behauptet: "Die Kreissäge kreist fleißig. Mit Besorgnis beobachten mit mir andere Friedhofsbesucher die Fällungen von Solitärgehölzen und Altbaumbeständen." Von Klaus-Günther Conrads

Von Friedhofsgärtnern ließ er sich versichern, dass es keinen plausiblen Grund für die Aktion gibt und die wenigsten Bäume krank sind. Ihm dienen Bäume der Erholung und im Sommer als Schattenspender. Lück und andere Friedhofsbesucher fürchten um den "eigentümlichen Charakter des Friedhofes".

Die Frage, was los ist, beantwortet Detlef Westphal vom evangelischen Friedhofsamt, das den Friedhof im Namen der evangelischen Kirchengemeinde betreut: "Die Bäume auf den Friedhöfen werden jährlich geprüft, zur Sicherheit unserer Friedhofsbesucher und Trauergäste. Die derzeitige Fällaktion (Anm. der Redaktion: die wegen des Vogelschutzes bis Ende Februar abgeschlossen sein musste) umfasste 22 Bäume. Bis auf wenige Ausnahmen handelt es sich um Bäume, die stärker geschädigt sind, sei es durch Faulstellen am Stamm, Bruchgefahr, erhebliche Neigung, Stammrisse und ähnliches."

Manche Bäume wurden in Berichten von Vorjahren als krank oder mit Gefährdungspotenzial eingestuft. So hätte schon in den letzten drei bis vier Jahren mit der Fällung einzelner Bäume begonnen werden können, um die jetzige Häufung der Fällungen zu vermeiden. Westphal: "Das wäre weniger aufgefallen. Die jetzige Aktion steht im Rahmen eines Gesamtauftrages, der mehrere Friedhöfe betrifft."

Die Abwägung, ob ein Baum durch eine Kronensicherung oder sonstige Behandlungen für wenige Jahre gerettet werden kann oder eine Fällung mehr Sinn macht, ist aus Sicht des Friedhofsverwalters schwierig. Er beharrt auf der Entscheidungshoheit des Friedhofsträgers: "Die Sicherheitsaspekte sind nicht zu vernachlässigen. Wir beabsichtigen keineswegs, wertvollen Baumbestand ohne besonderen Grund aufzugeben oder den Charakter des Friedhofs zu sehr zu verändern. Auch wenn der Eindruck jetzt vordergründig entstehen mag. Wir werden an der einen oder anderen Stelle auf dem Friedhof junge Bäume pflanzen."

Die Freiwillige Feuerwehr hätte nach dem letzten Sturm "Friederike" den Friedhof schließen müssen, wenn die Fällungen nicht vorgenommen worden wären, weil viele Bäume in Schieflage geraten sind.

+++++ Fakten +++++

Der Friedhof an der Kohlenstraße wurde von der evangelischen Kirchengemeinde 1885 angelegt, nachdem der alte, 1785 angelegte Friedhof an der Odoakerstraße nicht mehr ausreichte. Auf dem 52.297 Quadratmeter großen Gelände sind 8.400 Grabstellen vorhanden. Jährlich gibt es rund 150 Bestattungen. Für Wuppertaler Verhältnisse eher untypisch ist die topgrafisch relativ ebene Lage.

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