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Ronsdorf
Zeugin in Lebensgefahr

Ronsdorf: Zeugin in Lebensgefahr
Helma Blank in Ronsdorf vor der Lutherkirche und der Staasstraße, zwei der vielen Ereignisorte ihres Krimis „Die Zeugin im Schatten“. FOTO: Conrads
Wuppertal. Ganz Ronsdorf, die Stadt Elias Ellers und der traditionsreichen Bandwirkerei, auch mal als "Gartenstadt im Bergischen Land" beworben, schien noch zu schlafen, außer einer Person, der jungen Juli, die an diesem frühen Morgen den Widrigkeiten des nasskalten Wetters trotzte und sich auf dem Weg zur Arbeit befand.

Ihre Schläfrigkeit wich jähem Entsetzen, als sie den Körper eines Mannes entdeckte, der regungslos auf dem Asphalt lag. Doch statt der Polizei erschienen die Killer. Und die machten alsbald Jagd auf die ungebetene Zeugin. Ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt ...
Von Klaus-Günther Conrads

Diese in Ronsdorf begonnene, spannende Verfolgungsjagd endet an der Nordsee – in Büsum, Westerdeichstrich und Helgoland. Dort hat Juli, wie die Autorin Helma Blank, die Juli erfunden hat, oft Urlaub gemacht.

Auch wenn sie namentlich nicht genannt sind, spielen Ronsdorfer Orte in der spannenden Geschichte mit: die evangelische Lutherkirche mit ihrem Kirchplatz, eine Bäckerei, die Bushaltestelle Markt, die Geschäfte auf dieser Seite der Staasstraße. Dann noch der Ascheweg mit Leyerbach, Eiscafé und Drogeriemarkt.

Mit diesem lokalkolorierten Krimi versucht sich Helma Blank in ihrem dritten Buch an einem für sie ungewöhnlichen Thema: Einem düsteren Thriller, der mit dem Auffinden einer Leiche in Ronsdorf startet. Die 2012 erschienene Geschichte "Von Männern und Fröschen" und der zweite, 2015 veröffentlichte Roman "Was machen wir mit Mama? Verloren im Nebel der Demenz" hatten deutliche autobiografische Züge.

Helma Blank wurde 1953 in Wuppertal geboren und wohnte bis 1987 in der Liegnitzer Straße in Wichlinghausen. Dann zog sie nach Ronsdorf. Die Mutter von zwei Kindern war bis zum Rentenbeginn im November 2016 Verwaltungsangestellte. Ihre Hobbys sind Schreiben, Sport und Spazierengehen mit der Jack-Russell-Hündin Murphy. Unterwegs kann Helmas Blank ihren Gedanken freien Lauf lassen.

Grundlagen fürs Schreiben erhielt Helma Blank in einem Schreibkurs der Volkshochschule, der von dem bekannten, 2017 früh verstorbenen Autor André Wiesler geleitet wurde. Für die Ronsdorferin war er Mentor und Impulsgeber. Den Themenwechsel begründet sie mit Ratschlägen von Lesern.

"Die Zeugin im Schatten" hat 300 Seiten, ist im DeBehr-Verlag erschienen – und kostet im Buchhandel 12,95 Euro. Eine E-Book-Ausgabe gibt es übrigens auch.

 
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