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„Ich bin kein Politiker“

„Ich bin kein Politiker“
Karl-Heinz Emde (links) mit Lothar Bergelt, der von nun an den Rotter Bürgerverein führen wird. FOTO: Macheroux
Rott. Karl-Heinz Emde ist nach 45 Jahren Vorstandsarbeit jetzt Ehrenvorsitzender des Rotter Bürgervereins. Emde verabschiedete sich nach 45 Jahren aktiver Vorstandsarbeit aus dem Vorstand des Rotter Bürgervereins. 25 Jahre war er sein 1. Vorsitzender. Von Joachim Macheroux

Auf dem Rott hat der Bürgerverein unter der Ägide von Karl-Heinz Emde viel bewegt. So den Wiederaufbau des Spielplatzhauses nach einer Brandstiftung, die Tempo-30-Verkehrsberuhigung oder auch die Anbindung an den Busverkehr.

Ob am jährlichen "Rotter Frühjahrsputz" oder bei der Organisation der mittlerweile 45 Unicef-Feste im Schönebecker Busch – der Vorsitzende stand, wenn es um die organisatorische wie zupackende Arbeit ging, nie in der zweiten Reihe. Bei dem beeindruckenden Spendenaufkommen von 135.000 Euro für das Kinderhilfswerk Unicef und zudem 210.000 Euro für soziale Institutionen, überwiegend auf dem Rott, schließt Karl-Heinz Emde natürlich die vielen Mitarbeiter und Helfer ein, die das größte Fest auf dem Rott für den guten Zweck jährlich organisieren. "Vieles läuft auf dem Rott so positiv wie in einer großen Familie, die zusammenhält" – bilanziert der 75-jährige Rentner.

Professor Wolfgang Baumann, Vorsitzender der Wuppertaler Bürger- und Bezirksvereine, bescheinigte dem neuen Ehrenvorsitzenden des Bürgervereins, dass der Rott sich glücklich schätzen kann: "Mit seinem Wirken hat Karl-Heinz Emde den Stadtteil zu einer wichtigen Größe aufgewertet", so Baumann.

Größe hat Karl-Heinz Emde beim (politischen) Kampf um den Erhalt des Carnaper Platzes gezeigt. Auch als sich seine SPD-Parteifreunde für die Bebauung des Platzes durch die Stadtwerke eingesetzt hatten (und zwei Genossen, so erinnert sich Emde, auch zu Mitteln unter der Gürtellinie griffen: "Auf deren Entschuldigung warte ich noch heute...") blieb der Bürgervereins-Chef standhaft. Zusammen mit den Nachbarvereinen aus Hatzfeld und Unterbarmen sowie dem Nächstebrecker Bürgerverein bildete der Rott eineer starke Front gegen die Bebauung. Die WSW haben darauf verzichtet und neue ansprechende Pläne für eine neue Zentrale auf ihrem eigenen Gelände vorgelegt.

Vier Jahre lang saß Karl-Heinz Emde auch für die SPD in der Bezirksvertretung Barmen – und er bekennt offen: "Ich bin kein Politiker." Mit dem Bürgerverein war und ist er näher an den Menschen, dies hat er erfolgreich umgesetzt. Als Ehrenvorsitzender will er sich nicht aktiv in die Vorstandsarbeit einmischen.

Drei Themen aber hat er noch fest im Blick: Die Neugestaltung des Carnaper Platzes, der Trimm-Platz im Schönebecker Busch – und den Rotter Bunker, der für einen symbolischen Preis an einen Investor verkauft wurde, sich aber immer noch als hässliches Kriegsrelikt präsentiert.

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