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Kantor Simon Botschen
Abschied nach zwei Jahren

Kantor Simon Botschen: Abschied nach zwei Jahren
Kantor Simon Botschen verlässt Wuppertal in Richtung Rheinland. FOTO: Foto: Eduard Urssu
Wuppertal . Der junge Kantor Simon Botschen verlässt nach nur zwei Jahren die Südstadt-Gemeinde St. Suitbertus und kehrt Wuppertal in Richtung Rheinland den Rücken. Von Eduard Urssu

Der Kantor der Gemeinde St. Suitbertus übernimmt neue musikalische Aufgaben und kehrt Wuppertal in wenigen Wochen den Rücken. Simon Botschen ist ab dem 19. Februar der neue Kantor und Seelsorgebereichsmusiker in der Gemeinde St. Maria Magdalena in Bonn-Endenich. Für den jungen Kirchenmusiker ist es ein wichtiger Schritt und ein gutes Stück auf der Karriereleiter weiter nach oben. In Bonn erwarten den Organisten gleich mehrere große Aufgaben. Als Seelsorgebereichsmusiker ist er in Endenich nicht nur für die musikalische Gestaltung der Messen verantwortlich, sondern übernimmt auch organisatorische Aufgaben. "In meinem neuen Aufgabenbereich geht es auch um die Koordination der Kirchenmusik im Pfarrverband mit insgesamt sechs Kirchen", sagt Simon Botschen.

Zudem freut sich der junge Musiker auf die stimmbildnerische Arbeit mit drei großen Erwachsenenchören und einer Singschule von über 60 Kindern. Und er muss zugeben: Bei der Entscheidung, nach Bonn-Endenich zu wechseln, spielte auch ein gutes Stück Heimweh eine wichtige Rolle. "Wenn man aus dem Rheinland kommt und dann die Möglichkeit hat, wieder ins Rheinland zu ziehen, vor allem mit so einem attraktiven Angebot, dann macht man das doch gerne. Entweder das Rheinland oder ganz woanders", erklärt Botschen lächelnd.


Gerade mal 22 Jahre alt war er, als er vor knapp zwei Jahren seine Dienststelle in Wuppertal antrat. Simon Botschen stammt ursprünglich aus Kempen am Niederrhein und hat nach seinem ersten Orgelunterricht bereits mit 14 Jahren beim Krefelder Regionalkantor Andreas Cavelius Unterricht nehmen können. Es folgte das Studium der Kirchenmusik in Düsseldorf, Aufenthalte in Paris bei Professor Daniel Roth und Meisterkurse bei Jean-Pierre Leguay und Fréderic Blanc. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn bisher in viele bedeutende Kirchen und Kathedralen unter anderem in Belgien, England, Frankreich und Österreich. 
In Wuppertal etablierte Simon Botschen innerhalb weniger Monate die Feierabend-Konzerte zu einer festen und vor allem regelmäßig stattfindenden Größe der Orgelkonzerte in Wuppertal. Auch die Chorarbeit kann zu Recht als ein Steckenpferd des Rheinländers betrachtet werden. So wuchs unter seiner Leitung die Chorgemeinschaft St. Marien und St. Suitbertus von 30 auf insgesamt 40 Mitglieder an. Sein bislang größtes Projekt, welches er gemeinsam mit Antonius-Kantor Stefan Starnberger geplant und umgesetzt hat, war die Orgel-Konzertreihe im August 2017 mit renommierten Organisten aus Wuppertal und dem europäischen Ausland.


Der Kirchenvorstand und der leitende Pfarrer Dr. Bruno Kurth sind froh, einen so jungen und talentierten Musiker nach Wuppertal geholt zu haben. Dass dieses Gastspiel nach nur knapp zwei Jahren endet, betrübt Pfarrer Kurth aber nicht (mehr). Vielmehr überwiegt die Freude, dass Simon Botschen auf seinem Karriereweg in Wuppertal Station gemacht hat. Außerdem wird vermutlich demnächst ein neuer, ebenfalls talentierter und überraschend junger Kirchenmusiker die Stelle von Simon Botschen übernehmen. Übrigens auf Empfehlung von Simon Botschen selbst... 

Das vorerst letzte Mal wird Simon Botschen in Wuppertal an seiner Orgel in St. Suitbertus am 18. Februar in der Heiligen Messe um 11.30 Uhr zu hören sein.

 
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